# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S25 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 14. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1914. 25 lich 35 Extraner; die Kandidatenklaſſe zählt 27. Für ſolchen offen⸗ baren Segen ſind wir dem freundlichen Gott Dank ſchuldig. Wie nötig die Anſtalt immer noch iſt, iſt daraus erſichtlich, daß in keinem Jahre alle Geſuche um Vikare und Aushelfer befriedigt werden konnten. Im Jahre 1911/12 gingen 81 Vikariatsgeſuche ein, 1912/13 44 und in dieſem Jahre 48. Der HErr hat in dem verfloſſenen Triennium das Seminar und ſeine Schülerſchaft auch gnädig behütet vor Schaden und Gefahr. Eigentliche Krankheitsepidemien ſind nicht vorgekommen. Daß ſpora⸗ diſch einzelne Krankheitsfälle auftraten, z. B. Nervenfieber, läßt ſich bei einer ſo großen Schülerzahl nicht anders erwarten. Kurz vor Schluß des letzten Schuljahres rief der HErr einen der Kandidaten durch einen ſeligen Tod in den Himmel. Unſere lieben Profeſſoren hat der treue Gott nach ſeiner Barmherzigkeit mit Geſundheit und Kraft begnadet, ſo daß ſie ihres arbeitsreichen Amtes faſt ohne jegliche Unter⸗ brechung warten konnten. In der Fakultät iſt keine Veränderung vorgekommen. Die von der letzten Synodalverſammlung bewilligte Hilfslehrerſtelle wurde, nachdem im Sommer 1911 ein Kandidat von St. Louis erfolglos berufen worden war, durch Herrn P. Edwin Groß beſetzt, der neben der Bedienung ſei⸗ ner Gemeinde die ſogenannte „Vorklaſſe“ mit gutem Geſchick und Er⸗ folg unterrichtet hat. Die Einrichtung hat ſich als ſehr zweckdienlich erwieſen. Abgeſehen von einigen Disziplinarfällen, die mehrfach Ausweiſung von der Anſtalt zur Folge hatten, muß der Studentenſchaft das Zeugnis ausgeſtellt werden, daß Gottesfurcht, Zucht und Ordnung unter ihr herrſcht, auch brüderliche Beſtrafung von ihr geübt wird. Jedoch ſind leider in den Stunden eines der Herren Profeſſoren wiederholt Ruhe⸗ ſtörungen und andere Exzeſſe vorgekommen, denen man aber nach beſtem Vermögen zu ſteuern verſucht hat. Die Aufſichtsbehörde hat nach Bedürfnis Verſammlungen gehalten; auch das Wahlkollegium der Anſtalt war pflichtgemäß mehrfach bei⸗ ſammen, um ſeinen Obliegenheiten nachzukommen. Von beſonderen Arbeiten der Aufſichtsbehörde während der letzten drei Jahre ſei erwähnt, daß ſie die deeds und ſonſtigen auf das Anſtalts⸗ eigentum bezüglichen Papiere hat in Ordnung und Richtigkeit bringen laſſen; ferner, daß ſie die von der letzten Delegatenſynode beſchloſſenen größeren Reparaturen an den Profeſſorenwohnungen und am Gebäude Nr. II hat ausführen laſſen. Freilich hat die Wiederherſtellung des Anſtaltsgebäudes Nr. II, an welchem ſeit ſeiner Errichtung vor 24 Jah⸗ ren faſt nichts geſchehen war, die bewilligte Summe bedeutend über⸗ ſchritten. Aber, ermutigt von der Allgemeinen Aufſichtsbehörde, iſt das Gebäude gründlich aufgebeſſert worden, freilich erſt im letzten Sommer, weil uns das Geld dafür nicht eher zur Verfügung geſtellt wurde. Die Mehrausgabe von $1652.68 iſt aus der Synodalkaſſe, die ja ſonſt die Reparaturen bezahlt, gezogen worden. — Der Anbau an Herrn Prof.