# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S23 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 14. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1914. 23 Unſere Lehranſtalten. Concordia⸗Seminar zu St. Louis, Mo. Einer Ehrw. Synode lag der folgende Bericht der werten Aufſichts⸗ behörde des Seminars zu St. Louis, Mo., vor: Seit unſerm letzten Bericht ſind nun wieder drei Jahre vergangen, und wir können ſagen, daß es reichgeſegnete Jahre waren. Obgleich es an betrübenden und ſchmerzlichen Erfahrungen nicht gefehlt hat, ſo haben wir doch hohe Urſache, Gottes Gnade zu preiſen, der zu dem Werk unſerer Anſtalt ſo viel Gelingen gegeben und auch in der Trübſal uns wieder getröſtet hat. Die Zahl der Studenten hat ſtetig zugenommen. Folgendes iſt die Statiſtik: 1911/12: Eingeſchriebene 310, Vikarierende 25, Kan⸗ didaten 87; 1912/13: Eingeſchriebene 319, Vikarierende 30, Kandi⸗ daten 85; 1913/14: Eingeſchriebene 331, Vikarierende 42, Kandi⸗ daten 97. — Im allgemeinen können wir ſagen, daß unſere Studenten fleißig ſtudiert und ſich auch in ihrem Wandel als chriſtliche Jünglinge gezeigt haben. Daß Ausnahmen vorgekommen ſind, wird niemand be⸗ fremden. Wir müſſen vielmehr Gott danken, daß bei der großen Zahl der Studenten der Ausnahmen nicht mehr geweſen ſind. Auch der Geſundheitszuſtand war ein recht guter. Nur ein Student iſt ge⸗ ſtorben, und zwar nicht in der Anſtalt, ſondern im Elternhaus. Die Fakultät wurde dem Beſchluß der Synode gemäß um eine Kraft vermehrt, indem Herr Prof. E. Pardieck den an ihn ergangenen Beruf als Redakteur und Profeſſor zur Mithilfe in der engliſchen Arbeit annahm. Wir freuen uns auch, berichten zu können, daß Herr D. F. Pieper durch Gottes Hilfe nach und nach wieder völlig geneſen und in ſeine frühere Arbeit am Seminar eingetreten iſt. Die Vorleſungen über Paſtorale ſind zwar in den Händen Prof. Mezgers geblieben, dafür hat aber D. Pieper im vergangenen Jahr ſeinen Unterricht in Dogmatik auch auf die dritte Klaſſe ausgedehnt. — Am 9. Januar des vorigen Jahres traf uns ein ſchwerer Schlag. Herr D. G. Stöckhardt wurde am genannten Tage nach Gottes unerforſchlichem Rat durch einen plötz⸗ lichen, aber gewiß ſeligen Tod zum ewigen Feierabend gerufen. Drei⸗ unddreißig Jahre hat er dem Seminar, und zwar von 1887 an als ordentlicher Profeſſor, mit dem reichen Schatz ſeiner theologiſchen Kennt⸗ niſſe gedient. An ſeine Stelle trat durch ordnungsmäßige Berufung Herr Prof. E. Pardieck, der zu Anfang des letzten Schuljahres in ſeiner nun vakant gewordenen Profeſſur Herrn Prof. Th. Gräbner zum Nach⸗ folger erhielt. So ſind durch Gottes Gnade wieder alle Lehrfächer wohl beſetzt. Wir können auch, Gott Lob, unſern Profeſſoren das Zeugnis geben, daß ſie in völliger Einigkeit des Geiſtes miteinander arbeiten und ihr Amt mit aller Treue ausrichten. Betreffs der Gebäulichkeiten iſt zu berichten, daß wir, uns der äußerſten Sparſamkeit befleißigend, zu ihrer Inſtandhaltung nur die