# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S21 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 14. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1914. 21 Prof. G. Stöckhardt durch den Tod genommen. Prof. A. Crull iſt von einer ſchweren Krankheit heimgeſucht. Das Lehrgebäude der neu⸗ errichteten Anſtalt zu River Foreſt ging in Feuer auf. — Da es 75 Jahre her ſind, ſeitdem unſer erſtes College gegründet wurde, ſo werden am kommenden Sonntag Jubelgottesdienſte abgehalten werden, um Gott für ſeine Güte und Treue zu danken. Unſere Miſſionen. Unſere Miſſionen haben einen erfreulichen Fortgang gehabt. Die Innere Miſſion in Nordamerika iſt noch immer unſere Hauptmiſſion. In derſelben, mit der fremdſprachigen und der Taubſtummenmiſſion, arbeiten gegenwärtig 660 Miſſionare auf 1600 Stationen. In Bra⸗ ſilien fährt Gott fort, uns zu ſegnen; doch zeigt ſich immer mehr die Notwendigkeit, daß dort ein erfahrener Miſſionsdirektor angeſtellt werde, der den jungen Paſtoren und Gemeinden mit Rat und Tat beiſteht. Unſere Heidenmiſſion in Indien iſt von unſerm Miſſionsdirektor be⸗ ſucht worden. Nach langem, kaltem Winter fängt es dort an, ge⸗ waltig zu keimen und zu ſproſſen. Es liegen der Synode Geſuche vor, die Emigrantenmiſſion noch auf andere Häfen auszudehnen und alle Emigrantenmiſſionen unter eine Kommiſſion, ähnlich wie die fremd⸗ ſprachigen Miſſionen, zu ſtellen. Den Miſſionen hat es an den nötigen Geldmitteln nicht gefehlt mit Ausnahme unſerer Hauptmiſſion, der Inneren Miſſion in Nordamerika. Die Synode wird erſucht, dieſen Notſtand abzuſchaffen. Unſere Finanzen. Die Synodalkaſſe ſchloß am 1. April mit einem Defizit von $31,000 ab. Eine ganze Reihe Gemeinden beteiligt ſich noch immer nicht regelmäßig an den Kollekten für dieſelbe. Für die Synodal⸗ baukaſſe wurden von der letzten Synode $200,000 bewilligt. Etwa $170,000 ſind geſammelt worden. Zur Deckung des Brandſchadens in River Foreſt ſind bis zum 1. Mai bei den Synodalkaſſierern $42,000 eingelaufen, ſo daß mit der erhaltenen Verſicherungsſumme der Verluſt von $60,000 bereits völlig erſetzt iſt. Das Synodaleigen⸗ tum in Addiſon iſt für rund $29,000 verkauft worden. Am 8. März dieſes Jahres traf unſere Synode ein ſchwerer Schlag, indem unſer treuverdienter Kaſſierer Schuricht, der zwölf Jahre mit ſeltener Treue und großem Geſchick unſere Kaſſen verwaltet hat, nach längerem Leiden ſtarb. Es liegen der Synode verſchiedene Eingaben vor, die bezwecken, unſer Finanzweſen beſſer zu ordnen. So gewiß es auf der einen Seite iſt, daß wir in dieſem Stücke zunehmen ſollen, ſo dürfen wir doch auf der andern Seite nicht vergeſſen, daß die Kirche kein Kaufhaus iſt, und die Finanzen des Reiches Gottes nicht nach rein kaufmänniſchen Grund⸗ ſätzen geregelt werden dürfen.