# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S19 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 14. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1914. 19 [Am linken Rand schwacher Durchschein von Text der gegenüberliegenden Seite; nicht transkribiert.] verleugnen oder verſchweigen, ſondern muß allewege als ein Untertan das Evangelium und die Heilige Schrift beſtätigen und darf nur unter der Fahne und dem Wappen ihres HErrn um Glaubensgenoſſen werben. So wollen wir auf dieſer Synode aufs neue bekennen: Wir ſchließen nur Bruderſchaft, marſchieren und kämpfen nur unter der Fahne und dem Wappen unſers HErrn JEſu Chriſti, und wir tun dieſes im Gehorſam gegen Gott, der über ſein Wappen eiferſüchtig wacht und nur da mit ſeiner Gnade und Wahrheit zugegen ſein will und Glück zum Siege verleiht, wo ſeine Farbe und ſein Wappen getragen werden. In den Geſchäftskreis der Delegatenſynode gehört naturgemäß die Beratung über allerlei kirchliche Einrichtungen und ſynodale Ordnungen. Wir faſſen Beſchlüſſe über den äußeren Betrieb unſerer Lehranſtalten und Miſſionen, über unſere Finanzen, über die Befugniſſe unſerer Beamten und dergleichen. Bei ſolchen Verhandlungen wollen wir ſtets eingedenk ſein, daß alle dieſe Dinge nicht zur Farbe und zum Wappen der Kirche gehören, und wir uns deswegen darüber auch nicht ereifern ſollen als über eine große Beute. In ſolchen Fragen braucht man nicht einerlei Meinung zu ſein, und ſie werden in der Weiſe erledigt, daß nach ernſtlicher brüderlicher Beſprechung die Minorität ſich der Majorität fügt, oder auch, wenn es die Liebe erfordert, die Majorität der Minorität weicht nach dem Wort des Apoſtels Petrus: „Alleſamt ſeid untereinander untertan und haltet feſt an der Demut!“ Und ſtellt es ſich heraus, daß eine Einrichtung nicht zweckentſprechend iſt oder ſich überlebt hat, ſo ſoll ſie getroſt verändert oder aufgehoben werden. Luther ſagt: „Solche kirchliche Ordnungen und Einrichtungen ſollen nicht ewiglich bleiben, ſondern mögen alle Stunde aus Urſache nachbleiben oder geändert werden.“ Der HErr, unſer Gott, aber ſei mit uns, wie er geweſen iſt mit unſern Vätern! Er verlaſſe uns nicht und ziehe die Hand nicht ab von uns, zu neigen unſer Herz zu ihm, daß wir wandeln in allen ſeinen Wegen und halten ſeine Gebote, Sitten und Rechte, die er unſern Vätern geboten hat! F. Pfotenhauer, Präſes der Allgemeinen Synode. ⸻⸻⸻⸻⸻ Präſidialbericht. In bezug auf den Präſidialbericht über die verfloſſenen drei Jahre und die Geſchäfte der nun tagenden Synode kann ich mich kurz faſſen, da Sie hierüber durch die gedruckten Eingaben genügend informiert ſind; doch möge folgendes hier Platz finden. Stand unſerer Synode. Was den äußeren Stand der Synode betrifft, ſo zählte unſere Synode vor drei Jahren 2200 Paſtoren und Profeſſoren, 3800 Gemeinden und Predigtplätze, 880,000 Seelen, 530,000 kommunizierende