# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S332 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 118 — in dieſen Kaſſen könnte etwas abgeholfen werden. Endlich würde ein ſolcher Plan auch der Billigkeit allen Gemeinden gegenüber mehr ent⸗ ſprechen. Der Oregon⸗ und Waſhington⸗Diſtrikt hofft, daß eine Ehrw. Delegatenſynode dieſe Angelegenheit einer ernſtlichen Erwägung unter⸗ ziehen wird. Der Oregon⸗ und Waſhington⸗Diſtrikt beſchloß auf ſeiner letzt⸗ jährigen Verſammlung, den Punkt, der die einzelnen Diſtrikte betrifft, anzunehmen, daß nämlich alle Gelder, die auf ein in unſerm Diſtrikt zirkulierendes Bittgeſuch hin einkommen, der Regel nach in die Kirch⸗ baukaſſe des Diſtrikts zurückfließen ſollen. Der Ehrw. Delegatenſynode Gottes reichen Segen zu ihren Ver⸗ handlungen wünſchend, zeichnet im Namen und Auftrag des Oregon⸗ und Waſhington⸗Diſtrikts deſſen Sekretär, Arthur Spleiß. Veränderungen in unſerer Kirchenagende. An die Ehrw. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St., verſammelt zu St. Louis, Mo., vom 10. bis zum 20. Mai 1911. Auf die im „Lutheraner“ ſeinerzeit geſchehene Erinnerung, Beſſerungsvor⸗ ſchläge unſere Agende betreffend an die unterzeichnete Kommiſſion einzuſenden, haben über 40 Paſtoralkonferenzen und einzelne Paſtoren ſich vernehmen laſſen. Große und kleine Änderungen ſind beantragt worden, weit über 600. Würden ſie alle berückſichtigt werden, ſo erhielten wir faſt eine weſentlich neue Agende. Würden alle die zu neuer Aufnahme vorgeſchlagenen Stücke (Amtshandlungen, Gebete, Perikopenreihen, liturgiſche Additamente) eingefügt, ſo würden wir eher ein Corpus liturgicum oder einen Thesaurus sacrorum rituum als eine ſchlichte, brauchbare Agende erhalten. — Wir ſind bei der Arbeit, die uns oblag, von dem Gedanken ausgegangen, daß an einem Kirchenbuch, das ſeit langen Jahr⸗ zehnten in vielen hundert Gemeinden bekannt und im Gebrauch iſt, nicht mög⸗ lichſt viel, ſondern nur ſo viel geändert werden ſollte, als zum geſegneten Ge⸗ brauch vonnöten erſcheint; und wir haben, was den Umfang anlangt, dieſen tunlichſt beizubehalten geſucht, indem wir für die wünſchenswerteſten aufzuneh⸗ menden Stücke die Weglaſſung ſolcher vorſchlagen, von denen wir keinen rechten Nutzen ſehen. Um mit den letzteren zu beginnen, ſo ſchlagen wir vor, aus der neuen Kirchen⸗ agende wegzulaſſen: 1. Das jetzt 9 Seiten füllende Formular für Krankenkom⸗ munion (S. 29—38). In der Regel benutzt man bei Krankenkommunionen doch die Taſchenagende. (Auch in dieſer würde ſich eine Verkürzung des Formulars ſehr empfehlen.) 2. Das jetzt 24 Seiten umfaſſende Enchiridion. Wer deſſen in der Chriſtenlehre bedarf, kann ja den Kleinen Katechismus mitnehmen. Da⸗ gegen ſollen S. 60—65 ſtehen bleiben. 3. Eine Anzahl von Kirchengebeten, die entweder zu lang ſind und ſich dabei nicht teilen laſſen, oder für welche man keine Verwendung hat, weil die betreffenden Feiertage entweder gar nicht mehr