# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_April 1857_S125 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) The Mission Institute. 125 Oder die Lutherische ihre Eigenthümlichkeiten . . .? Keineswegs. Sondern sie müssen von einander lernen. S. 131." Die Pennsylvanische Synode verlangt von ihren Gliedern nicht, daß sie die Augsburgsche Confession unterschreiben und läßt deutsch reformirte Prediger auf ihren Kanzeln predigen und ist darum „liberal und nicht exclusiv" S. 88 und 90 und manche andere Stellen. Ferner sind gegen die Darstellung der im rechten Flügel Begriffenen Einwendungen zu machen, indem wenigstens die Synode von Missouri u. s. w. weit davon entfernt ist, „ein Glaubensbekenntniß für absolut nothwendig für die Kirche" zu halten, wie S. 74 behauptet wird, indem die seligmachende Wahrheit und ihre Erkenntniß auch ohne ein solches Glaubensbekenntniß bestehen und Fortgang haben könnte, obwohl ein Glaubensbekenntniß von relativer Nothwendigkeit und von größtem Nutzen ist, jene Güter gewissen Personen zu sichern. Dann ist es nicht in Uebereinstimmung mit der Lage der Sache geredet, wenn S. 83 die Synode von Missouri und die von Buffalo gleichmäßig der Bitterkeit im Streit und fleischlicher Leidenschaft bezüchtigt werden. Es ist nicht mit einerlei Geist auf beiden Seiten gestritten. Eine unbefangene, aufmerksame Prüfung der beiderseitigen Schriften wird zeigen, daß die Missourier zwar auch als Menschen, aber für das, was sie für wahr und recht hielten, um der Wahrheit und des Rechts willen gestritten haben, während von der andern Seite um ihr selbst willen gestritten ist. Beiläufig ist auch zu berichtigen, daß Pastor Grabau nicht ehemals ein Glied der Synode von Missouri u. s. w., wie S. 71 angegeben wird, gewesen ist. Endlich wäre auch wohl hie und da eine Erinnerung zu thun, z. B. wenn S. 47 gesagt wird, daß „noch ein Verlangen nach Gnade und Friede in dem natürlichen Herzen ist," was hoffentlich nicht pelagianisch gemeint ist, obwohl es ganz so lautet, indeß im Allgemeinen ist der Zustand der lutherischen Kirche in Amerika richtig geschildert, und dem außerhalb derselben Stehenden, namentlich dem englisch⸗amerikanischen Publicum, ein unvergleichlich treueres Bild von der lutherischen Kirche in ihrer Eigenthümlichkeit gegeben, als in der bekannten Carricatur derselben: Why are you a Lutheran?" und da überdies die Darstellung eine leichte und anziehende ist, so mag das Werk dazu beitragen, richtigere Ansichten über die lutherische Kirche zu verbreiten und unter Gottes Leitung dem einen und andern eine Brücke werden, die Wahrheit in der lutherischen Kirche zu finden. B. (Eingesandt.) The Mission Institute. Der Herausgeber des Lutheran Observer, Dr. B. Kurtz in Baltimore, betreibt gegenwärtig die Gründung einer Anstalt unter obigem Namen, deren Zweck die Heranbildung von Predigern sein soll. Was ihn dazu bewegt, da es an theologischen Bildungsanstalten nicht fehlt, und namentlich die An⸗