# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S293 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 79 — um die Indianer uns abwendig zu machen. Doch der HErr hat es ihm bis jetzt nicht gelingen laſſen, uns irgendwelchen weſentlichen Abbruch zu tun, und nach allen gegenwärtigen Ausſichten zu urteilen, wird auch wohl in Zukunft ſeine Agitation gegen uns ausſichtslos ſein. Während der verfloſſenen drei Jahre hatten wir nur einen Miſ⸗ ſionar, P. J. D. Larſen, auf unſerm Miſſionsgebiet. Seine Arbeit be⸗ ſchränkte ſich vornehmlich auf die Stationen Red Springs und Morgan. An den beiden andern Plätzen: Zoar (es befinden ſich dort ein Frame-Wohnhaus, eine Blockſchule und ein Frameſtall auf einem Stück Land, das uns auf einen lease hin von der Regierung zu Erziehungszwecken übergeben worden iſt) und Keſhena (Regierungs⸗ ſchule), zu arbeiten, dazu fehlte unſerm Miſſionar die Zeit. Daß wir in Zoar, wo P. Larſen früher ſtand, in den vergangenen drei Jahren keine Miſſion getrieben haben, geſchah aus folgenden Gründen: 1. Es war kein paſſender Mann und noch viel weniger eine paſſende Frau für dieſen ſo ſchwierigen Poſten zu finden. 2. Es iſt dort nur wenig Miſſionsmaterial vorhanden. überhaupt ſind nicht mehr als 15 Kinder für unſere Schule aufzutreiben; denn erſtlich wohnen dort nicht viele Indianerfamilien, und ſodann ziehen auch manche Familien nach andern Reſervationen, bleiben dort längere Zeit und kehren oft erſt nach Jahren, wenn überhaupt, zurück. P. Larſen, der dort über zwei Jahre mit aller Treue gearbeitet hat, bezeugt, daß dieſer Platz ganz ausſichtslos iſt. 3. Die Beſetzung dieſes Poſtens würde jährlich eine Ausgabe von $1500.00 bis $2000.00 verurſachen, und unter den obwaltenden Um⸗ ſtänden hielten wir es nicht für ratſam, dieſen Schritt zu tun. Die Presbyterianer haben ſchon bei uns angefragt, ob wir geneigt wären, ihnen unſere Gebäude in Zoar zu verkaufen. Doch wagten wir es nicht, in dieſer Sache eigenmächtig zu handeln. Was mit dieſem Poſten ge⸗ ſchehen ſoll, wird die diesjährige Delegatenſynode zu beſtimmen haben. Unſere Miſſion in Red Springs und Morgan iſt gegenwärtig in gutem Zuſtande. Sie hat in den verfloſſenen drei Jahren ein erfreu⸗ liches Wachstum zu verzeichnen gehabt. Getauft wurden während dieſes Zeitraums 58 Kinder und 26 Erwachſene. Konfirmiert wurden 17 Kinder und 12 Erwachſene. Kommunizierende Glieder befinden ſich auf unſerer Miſſion 59. Im Herbſt des vergangenen Jahres brach die Diphtheritis in unſerer Schule aus. Doch durch Gottes Gnade erlag niemand dieſer gefährlichen Krankheit, obwohl uns die Quarantäne faſt an $200.00 koſtete. Im übrigen war der Geſundheitszuſtand auf unſerer Miſſionsſtation ein guter. Noch zu erwähnen wäre, daß die Stockbridge⸗Reſervation vor etwa einem Jahre an die Indianer ver⸗ teilt worden iſt. Manche der Indianer verkaufen nun leider ihr Land an Weiße, verpraſſen das Geld und verarmen ſo gänzlich. Andere aber bleiben dort wohnen und werden, wie ſie ſagen, nie fortziehen. Aller⸗ dings, ſollte eine ganze Anzahl dieſe Gegend verlaſſen, ſo würde da⸗ durch der Beſuch der Gottesdienſte und auch unſere Schülerzahl ſich be⸗