# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S292 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 78 — 1. Unſere Schule in Red Springs war faſt ganz eingegangen. Die vorige Kommiſſion hatte ſie im Winter 1908 „bis auf weiteres aus Mangel an Schulkindern ſchließen müſſen“. (Siehe Bericht der Dele⸗ gatenſynode 1908, S. 102.) 2. Früher hatte man die Kinder, die einen ſehr weiten Weg zur Schule hatten, in chriſtlichen Indianerfamilien untergebracht. Dieſe aber wollten in Zukunft keine fremden Kinder mehr beherbergen. So mußten wir denn ſo bald als nur möglich ein Wirtſchaftsgebäude haben, wollten wir dieſe Kinder für unſere Miſſion nicht verlieren. 3. Die Regierung, die Römiſchen und die Schweſterſynode der Norweger haben und unterhalten boarding schools in naheliegenden Städten auf der Reſervation. Wollten daher wir die Kinder unſerer Indianer nicht nur nicht verlieren, ſondern vielmehr recht viele unter die Seelſorge unſers Miſſionars bringen, ſo mußten wir ihnen das bieten, was ſie in allernächſter Nähe erlangen konnten. Eine ſolche boarding school, in der wir die Kinder beköſtigen und beherbergen, konnte aber von uns nicht ins Leben gerufen werden ohne ein dazu ge⸗ eignetes Wirtſchaftsgebäude. 4. Nur durch die Errichtung eines Wirtſchaftsgebäudes und durch Aufrechterhaltung einer boarding school konnten wir hoffen, Reinlich⸗ keit, Pünktlichkeit und regelmäßigen Schulbeſuch der Kinder zu erzielen. 5. Nur auf dieſe Weiſe ſchien es möglich, den Presbyterianern, die wieder eine Miſſion in Oppoſition zu der unſrigen unter den Stock⸗ bridge⸗Indianern angefangen hatten, mit Erfolg entgegenarbeiten zu können. Dieſes iſt ſeinerzeit im „Lutheraner“ und im „Kinder⸗ und Jugendblatt“ ausführlich unſern Chriſten zur Kenntnis gebracht worden. Der Erfolg, den wir ſeit jener Zeit in unſerer Miſſion zu verzeichnen haben, rechtfertigt denn auch dieſen von uns ausge⸗ führten Schritt. Früher war die Schülerzahl in unſerer Schule nie über 40 geſtiegen. Auch wir begannen im Herbſte des Jahres 1909 mit nur 24 Schülern unſere Schule. Als dann aber zu Neujahr des Jahres 1909 das Wirtſchaftsgebäude hergeſtellt und dem Gebrauch überwieſen worden war, ſtieg die Schülerzahl in wenigen Wochen auf 79. Das Schuljahr 1909—1910 hatte eine Schülerzahl von 63 und das des Jahres 1910—1911 eine Zahl von 59 aufzuweiſen. Die Frau unſers Miſſionars ſteht der Schule mit Treue und Geſchick vor. P. J. D. Larſen, unſer Miſſionar, erteilt allen Klaſſen den Religions⸗ unterricht und hilft, ſoviel es ſeine Zeit erlaubt, in der Schule mit. Auch ſonſt hat der treue Gott die Arbeit unſers Miſſionars ſichtlich ge⸗ ſegnet und ſich zu ihr bekannt. Die Erwachſenen beſuchen fleißig die Gottesdienſte, kommunizieren oft und führen unter den obwaltenden Umſtänden einen recht chriſtlichen Wandel. Schon im Juli des Jahres 1909 ſah ſich der Miſſionar der Presbyterianer genötigt, aus Mangel an Material das Feld zu räumen. Seit Herbſt des Jahres 1910 iſt aber wieder ein anderer Mann ebengenannter Kirchengemeinſchaft tätig,