# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S291 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 77 — wurden in Unterredungen in Judenhäuſern umgewandelt, weil zu dieſen ſich mehr Juden einſtellten, nämlich 590 (100) Juden, und ſich auch freier ausſprachen. Katechumenen wurden 183 (186) Stunden Religionsunterricht zur Vorbereitung auf die Taufe erteilt. Von ſolchen Juden, die Fragen zu ſtellen hatten, wurden 1320 (1336) im Miſ⸗ ſionslokale und 485 (226) in der Wohnung des Miſſionars empfangen. 1532 Familien (1748) wurden vom Miſſionar beſucht. Verteilt wur⸗ den 4770 (3545) Traktate, 730 (306) Neue Teſtamente und 46 (20) Bibeln. Darunter ſind Zahlen, die ſich in den letzten Jahren verdoppelt und verdreifacht, dem Miſſionar aber auch doppelte und dreifache Arbeit aufgelegt haben. Die Kommiſſion hat ſich regelmäßig verſammelt und den In⸗ ſtruktionen der Synode gemäß ſich bemüht, dem Miſſionar beratend und ſtärkend zur Seite zu ſtehen. Sie mußte ſich durch die Wahl des P. C. J. Renz ergänzen, da der von der Synode gewählte P. M. Walker ſich nicht imſtande ſah, das Amt zu übernehmen. Der Kaſſenbericht, über deſſen genauere Informierung das Kaſſenbuch unſers Kaſſierers nebſt allen nötigen Belegen vorliegt, iſt in Kürze folgender: Kaſſenbeſtand am 1. März 1908 ........................ $ 276.81 Einnahme vom 1. März 1908 bis zum 1. März 1911 ........ 6079.58 --------- $6356.39 Ausgabe vom 1. März 1908 bis zum 1. März 1911 .......... 5733.75 --------- Kaſſenbeſtand ......................... $622.64 Wenn jede Gemeinde nur ein Scherflein für die Judenmiſſion beiſteuert, wird ſie, ſolange ſie nicht erweitert und energiſcher in dieſer Stadt, in der jeder fünfte Bewohner ein Jude iſt, betrieben wird, zur Genüge haben. Gott gebe auch ferner ſeinen Segen zu dieſem wichtigen Werke der Ehrw. Synode! Die Kommiſſion für Judenmiſſion: H. C. Steup, Vorſitzer. Wm. F. Weber. P. Röſener, Sekretär. M. Beckmann. C. J. Renz. J. Joſeph Herbert. New York, 14. März 1911. Bericht der Kommiſſion für Indianermiſſion. Wir erſtatten hiermit der Ehrw. Delegatenſynode den üblichen Be⸗ richt über unſere Indianermiſſion für die verfloſſenen drei Jahre. Im Jahre 1908 hatte die Delegatenſynode beſchloſſen, „daß ein Wirtſchafts⸗ gebäude in Red Springs errichtet werde, ſobald die nötigen Mittel dazu vorhanden ſeien“. Wir ſahen uns jedoch genötigt, dieſen Bau ſofort in Angriff zu nehmen und zu errichten, und zwar aus folgenden Gründen: