# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S286 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 72 — grantenmiſſion in Baltimore getrennt werden ſoll, uns anſchließen und mit dieſer Kommiſſion eine Ehrw. Synode bitten, wie ſie bei über⸗ nahme dieſer Miſſion alle Verantwortung für dieſe übernommen habe, nun auch die Sorge für den Gehalt des Miſſionars übernehme, damit der Emigrantenmiſſionar in Baltimore nicht, wie bisher, zum Teil von den Baltimorer Gemeinden, und zwar zum Nachteil ihrer Miſſions⸗ arbeit, erhalten werde. Im Namen und Auftrag des Vereins für Stadtmiſſion der zur Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz gehörenden Gemeinden zeichnen mit aller Hochachtung deren Beamten D. H. Steffens, Präſident. E. G. Steger, Sekretär. Emigrantenmiſſion in Philadelphia. Dieſe Miſſion wurde im März 1910 mit Zuſtimmung des Ehrw. Allgemeinen Präſes und der Ehrw. Allgemeinen Vizepräſides von P. E. Totzke eingerichtet und in Angriff genommen. Vier große Schiffahrts⸗ geſellſchaften: der Norddeutſche Lloyd, die Hamburg⸗Amerika⸗Linie, die American Line und eine italieniſche Schiffslinie, laſſen ihre Paſſagier⸗ dampfer, die viele Einwanderer bringen, in Philadelphia regelmäßig anlegen, ſo daß keine Woche vergeht, in der nicht Emigranten hier landen. Im Jahre 1910 landeten hier 49,771 Einwanderer, trotzdem der Norddeutſche Lloyd erſt im März und die Hamburg⸗Amerika⸗Linie erſt im November 1910 ihre Philadelphia⸗Linie eingerichtet hatten. Hätten dieſe beiden Schiffahrtsgeſellſchaften das ganze Jahr hindurch Einwanderer nach Philadelphia gebracht, ſo wäre die Zahl bedeutend höher, und wenn die Einwanderung überhaupt nicht abnimmt, wird im Jahre 1911 obige Zahl bei weitem überſtiegen werden, zumal noch andere große Schiffahrtsgeſellſchaften die Abſicht haben, ihre Dampfer Philadelphia anlaufen zu laſſen. Die Lokalkonferenz von Philadelphia erſucht daher die Ehrw. Synode, einen Emigrantenmiſſionar hier anſtellen zu wollen, der ſich der hier landenden Glaubensgenoſſen annimmt, ihnen mit Rat und Tat beiſteht und ſie kirchlich zurechtweiſt, und zwar aus folgenden Gründen: 1. Ein Paſtor, der eine Gemeinde zu verſorgen hat, kann nicht gut das Amt eines Emigrantenmiſſionars mitverſehen, da Dampfer oft am Sonntag anlegen und auch andere in der Gemeinde vorkom⸗ mende Amtshandlungen ſeine Gegenwart bei Landung eines Dampfers unmöglich machen.