# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S271 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 57 — bis zum Stillen Ozean und der Nordweſten Kanadas. So viel zur Orientierung. — Ein Rückblick über die Arbeit auf dieſem Arbeitsfelde während der letzten drei Jahre fordert zunächſt auf zu brünſtigem Dank gegen Gott, der auch auf dieſes Werk unſerer teuren Synode ſeinen göttlichen Segen gelegt hat. Auf allen Punkten in dieſem großen Felde, wo immer dieſe Miſſionen Fuß gefaßt haben, iſt das Werk nicht nur erhalten geblieben, ſondern hat ſich ausgedehnt, und zu den alten Feldern ſind neue hinzu⸗ gekommen, die zu ſchönen Hoffnungen berechtigen, wie denn auch der Arbeiter nicht weniger, ſondern mehr geworden ſind. Beſonders her⸗ vorzuheben und dankenswert anzuerkennen iſt, berichten zu können, daß Gott der HErr die Herzen und Hände der lieben Chriſten unſerer Synode gerade auch für dieſe Miſſionen willig macht, ſo daß die Kom⸗ miſſion, nachdem die Sachlage dieſer Miſſionen im Sommer 1908 im „Lutheraner“ dargelegt worden war, niemals über einen Mangel in ihrer Kaſſe zu klagen hatte, ſondern allen berechtigten Anſprüchen ihrer Miſſionare gerecht werden konnte, und daß nicht Mangel an Geld, ſondern nur Mangel an geeigneten Männern ſie hinderte, noch mehr, und zwar vielverſprechende Felder in Angriff zu nehmen. Wir erlauben uns nun, einen überblick über die verſchiedenen Miſſionen zu geben, und zwar der überſichtlichkeit wegen unter den Rubriken: Eſten⸗ und Letten⸗, Litauer⸗ und Polenmiſſion. I. Eſten⸗ und Lettenmiſſion. Zu den drei Miſſionaren, die beim Zuſammentritt der letzten All⸗ gemeinen Synode im Dienſte dieſer unſerer älteſten unter den fremd⸗ ſprachigen Miſſionen ſtanden, iſt im letzten Jahre ein vierter gekommen, P. E. Yurawitz, aus unſerm theologiſchen Seminar zu St. Louis, der allerdings zurzeit noch mit im Dienſt der deutſchen Miſſion in Wis⸗ conſin ſteht, aber vorausſichtlich noch in dieſem Frühjahr ganz in den Dienſt der Eſten⸗ und Lettenmiſſion eintreten wird. Er miſſioniert gegenwärtig unter ſeinen Landsleuten in Wisconſin und in Chicago, Ill. Und gerade Chicago ſcheint ein ſo großes und vielverſprechendes Feld zu ſein, daß unter allen Umſtänden dort ein eigener Miſſionar ange⸗ ſtellt werden ſollte. Auf Erſuchen der Kommiſſion, deren Sitz zu weit von Chicago entfernt iſt, als daß das dortige Feld erfolgreich über⸗ ſehen und überwacht werden könnte, hat ſich P. L. Hölter von Chicago, in übereinſtimmung mit den Wünſchen der dortigen Paſtoralkonferenz, bereit finden laſſen, die Leitung der Miſſion dortſelbſt zeitweilig zu über⸗ nehmen, bis ein geeigneter Mann berufen werden kann, um der dort bereits beſtehenden Gemeinde zu dienen und an nahegelegenen Orten zu miſſionieren. An der atlantiſchen Küſte, ſonderlich in den Großſtädten Boſton, New York, Philadelphia und Baltimore, ſowie an vielen kleinen da⸗ zwiſchenliegenden Orten von Maine bis Maryland, arbeitet erfolgreich unſer älteſter Miſſionar, P. H. Rebane. Eine Viſitationsreiſe durch