# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S269 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 55 — Jahre feiern, der Luther Amerikas, unſer hochgeehrter Lehrer, D. C. F. W. Walther. Sollten wir da nicht gerne helfen, daß dort an einigen Orten das Licht des reinen Evangeliums leuchte, von wo es in zwei⸗ facher Beziehung zu uns gekommen iſt? Von Deutſchland bezieht ferner jetzt die moderne ungläubige Theologie ihren Irrtum und ihre falſchen Lehren; wie wichtig, daß wir gerade dort, an dem Sitz der Lüge, Zeugen der Wahrheit haben! Und unſere dortigen Brüder zeugen freudig und unerſchrocken, und ihre Poſaune gibt einen hellen, klaren Ton. Das beweiſen ihre Schriften, beſonders ihr Blatt, „Die Ev.⸗ Luth. Freikirche“, das wir dringend empfehlen möchten ſchon um ſeines vortrefflichen Inhalts willen, aber auch deswegen, weil dadurch die dortige Miſſion unterſtützt wird. Die Sächſiſche Freikirche bedarf jährlich $4000.00 Unterſtützung von unſerer Synode. Die Kommiſſion kann aber nur auszahlen, wenn etwas in dieſer Kaſſe iſt, und die Kaſſe iſt oft ganz leer. Was kann geſchehen, daß vierteljährlich $1000.00 hinübergeſandt werden können, damit unſere dortigen Brüder nicht immer wieder in große Verlegenheit geraten? Eine Ehrw. Synode möge dieſe Frage ernſtlich erwägen. b. Die Däniſche Freikirche. Zur Däniſchen Freikirche gehören nur zwei Paſtoren, Präſes J. M. Michael und P. J. N. H. Roſenwinkel. Sie ſind Miſſionare im vollen Sinne des Wortes, die an vielen Orten das ſeligmachende Evangelium von JEſu Chriſto in däniſcher Sprache verkündigen. Für ihren Lebensunterhalt ſind ſie faſt gänzlich auf unſere Synode ange⸗ wieſen. Präſes Michael ſchreibt: „Wir Paſtoren haben unſern Ge⸗ meinden vorgeſchlagen, ſich der Sächſiſchen Freikirche anzuſchließen. Wir ‚Dänen‘ ſind eine zu kleine Anzahl Leute, um einen ganzen Synodalapparat zu haben. Zudem wird uns großer geiſtlicher Segen von den Glaubensbrüdern in Deutſchland zufließen, wenn wir mit ihnen zuſammen eine Synode bilden. Es wird auch einfacher, das Geld für Europa nur an eine Adreſſe zu dirigieren.“ P. Roſenwinkel hat in der Stadt Kopenhagen eine Gemeinde⸗ ſchule ins Leben gerufen. Die Kommiſſion hat ihn dazu ermuntert in der überzeugung, daß ſich die ganze Synode darüber freuen und auch gerne die geringe Unterſtützung dafür bewilligen werde, um überall, auch bis in das Herz Dänemarks hinein, es zu bezeugen: „Wir ſind Freunde der chriſtlichen Gemeindeſchule und halten dieſe für das beſte Mittel, Kindern eine chriſtliche Erziehung zu geben und auch das Reich unſers Heilandes zu bauen.“ Die Däniſche Freikirche bedarf jährlich an Unterſtützung $1656.00, wozu jährlich $40.00 kommen, die Zinſen zu bezahlen für das Geld, das zur Einrichtung der Schule geborgt werden mußte. — Ihre Kommiſſion iſt in dieſem Triennium auf andere Länder auf⸗ merkſam gemacht worden, wo die Miſſion von unſerer Synode auch in Angriff genommen werden könnte und ſollte, z. B. auf Hawai, auf die