# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S267 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 53 — Beſonders erfreulich und vielverſprechend für die Zukunft iſt, daß auch in dieſer Miſſion das Gemeindeſchulweſen ſo eifrig betrieben wird und ſo ſchön blüht. Wir haben dort zwei Schulen mit zwei Lehrern. Aber gerade die Schulen bereiten uns jetzt Sorgen. Die Schulbehörde Londons, das County Council, hat nämlich nach einer Inſpektion die jetzige Beſetzung der Schule in Kentiſh Town mit nur einem Lehrer für ungenügend erklärt und verlangt die Anſtellung einer zweiten Kraft. Auf Erſuchen unſerer dortigen Brüder hat die Behörde ſich bereit er⸗ klärt, bis zur Delegatenſynode zu warten, in der Vorausſetzung, daß nach Berufung eines zweiten Paſtors P. Knippenberg etwa zwei Stunden täglich in der Schule aushelfen würde. Die Gemeinden haben daher einen Beruf für einen zweiten Paſtor eingeſandt und bitten eine Ehrw. Synode, ihnen dieſen aus der Zahl der diesjährigen Kandidaten zu be⸗ willigen. „Würde uns“, ſo heißt es im Bittgeſuch, „diesmal die er⸗ betene Hilfe verweigert, ſo wäre dadurch unſere Schule in Kentiſh Town gefährdet. Das engliſche Schulweſen iſt aufgewacht, und die Behörde verfolgt ihre Ziele, zumal in London, mit großem Nachdruck.“ Der zweite Paſtor ſoll dann auch in der Schule in Tottenham helfen. Die Gemeinden erhalten unter wirklich ſehr großen Opfern den Paſtor und einen Lehrer gänzlich und den zweiten Lehrer zum Teil. Der zweite Paſtor müßte vorläufig aus der Miſſionskaſſe beſoldet werden. In den verfloſſenen drei Jahren wurden von der Kommiſſion für London $2341.76 verausgabt. Leider fließen die verhältnis⸗ mäßig wenigen Gaben für dieſe Miſſion nicht, wie ſie ſollten, ſo daß wir faſt immer mit Mangel in dieſer Kaſſe zu kämpfen hatten. 3. Neuſeeland. Hier ſtehen gegenwärtig vier unſerer jungen Männer in geſegneter Arbeit. Dringend nötig iſt ein Reiſeprediger. Die Paſtoren F. Haſ⸗ ſold und C. Dierks, die als Miſſionare gedient haben, haben beide Berufe an dortige Gemeinden angenommen, verſehen aber, ſo gut es geht, die Miſſionsplätze mit, bis ein Miſſionar eintrifft. Schon letztes Jahr lag der Verteilungskommiſſion ein Beruf für dieſen Poſten vor, wurde auch von derſelben einem Kandidaten überreicht, aber nicht an⸗ genommen. Sollen dieſe Plätze, die ſchon viele Jahre mit großer Mühe bedient worden ſind, nicht eingehen und die dort befindlichen Seelen nicht geiſtlich verkommen, ſo muß ein Miſſionar angeſtellt werden. — In der großen Stadt Auckland ſteht ſeit zwei Jahren P. F. Freſe und arbeitet mit großem Fleiße unter ſehr ſchwierigen Verhältniſſen auf dieſem einſamen Poſten, um Seelen dem HErrn JEſu zuzuführen und ſie zu einer Gemeinde lutheriſchen Bekenntniſſes zu ſammeln. Er muß faſt gänzlich aus der Miſſionskaſſe erhalten werden. Leider wird dieſe Kaſſe von vielen überſehen. Wir dürfen aber doch dieſe Männer nicht vergeſſen! Gewiß haben unſere Chriſten auch für dieſe Miſſion Gaben, wenn ſie nur darauf aufmerkſam ge⸗ macht werden.