# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S266 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 52 — kaſſierer legte die Beſchlüſſe anders aus. Ihrer Kommiſſion blieb nichts anderes übrig, als die Gelder auch für dieſe Anſtalt aus der Miſſions⸗ kaſſe zu nehmen. Wir bitten aber eine Ehrw. Synode, beſtimmen zu wollen, die Gehälter der Profeſſoren, die Miete für die Anſtalt und für die Wohnungen der Profeſſoren aus der Synodalkaſſe zu bezahlen. Die Synode wählt die Profeſſoren, beſtimmt die Höhe der Gehälter und der Miete, wie bei den andern Anſtalten, darum ſollte ſie doch auch für dieſe auf dieſelbe Weiſe ſorgen wie für die andern. Die Einrichtung der vorigen Delegatenſynode, „daß in jedem Synodaldiſtrikt ein Vertreter beſtimmt werde, der auf der Diſtrikts⸗ verſammlung der Miſſion in Braſilien das Wort redet“, hat ſich als gut erwieſen, und wir bitten eine Ehrw. Synode, auch bei ihrer jetzigen Sitzung ſolche Vertreter zu beſtimmen. Schließlich möchten wir noch hinweiſen auf das „Ev.⸗Luth. Kirchen⸗ blatt für Südamerika“, das von der „Ev.⸗Luth. Paſtoralkonferenz“ im Staate Rio Grande do Sul herausgegeben wird. Es erſcheint zweimal im Monat und kann im Concordia Publishing House beſtellt werden. Preis pro Jahr: $1.00. Wer dieſes Blatt hält, bekommt nicht nur regelmäßig Nachrichten aus jenem großen Miſſionsfeld, ſondern unter⸗ ſtützt dadurch auch die Arbeit auf demſelben. Warum manche für dieſe Miſſion nicht recht begeiſtert werden wollen, iſt beſonders dies, daß man meint, die Leute ließen ſich das wohl gefallen, daß ihnen Gottes Wort gepredigt würde, fragten aber nichts danach; das zeige ſich dadurch, daß ſie ſelbſt nichts beitrügen. Darauf iſt zu antworten: 1. daß die Leute, die dort mit Wort und Sakrament bedient werden, meiſt arm an irdiſchen Gütern ſind; 2. daß nur das Wort Gottes ſelbſt Hunger und Verlangen danach wirken und die Herzen zum Geben willig machen kann, und das Wort iſt bis jetzt nur ſpärlich dort gepredigt worden; 3. daß ſich aber auch ſchon in dieſem Stück die Frucht des Evangeliums zeigt. Aus den dortigen Gemeinden ſind für Gehälter der Lehrer und Paſtoren eingekommen: im Jahre 1908: $2679.12; im Jahre 1909: $3728.36; im Jahre 1910: $4285.77. Das zeigt doch eine merkliche Beſſerung und läßt hoffen, daß, wenn erſt reichlicher der gute Same ausgeſät wird, auch hierin eine reichere Ernte erfolgen wird und wir dort einſt ein ſelbſtändiges Kirchen⸗ weſen haben werden. 2. London. über die Miſſion in dieſer größten Weltſtadt iſt bei Gelegenheit der vorigen Synode ſehr ausführlich berichtet worden; wir erlauben uns daher, uns dieſes Mal kurz zu faſſen. P. B. Poch, der jahrelang das Werk des HErrn mit großem Fleiß in dieſer Rieſenſtadt betrieben hat, iſt einem Rufe an die Ge⸗ meinde in Grand Rapids, Mich., gefolgt. Zu ſeinem Nachfolger be⸗ riefen die beiden dortigen Gemeinden P. K. Knippenberg von Flens⸗ burg, Deutſchland, der den Beruf annahm und nun in dieſem Teil des Weinbergs Gottes unter ſichtlichem Segen Gottes tätig iſt.