# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S265 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 51 — HErr der Kirche durch einen ſeligen Tod in das Reich der Herrlichkeit verſetzt. Von den fünf Kandidaten, die gegenwärtig auf der Reiſe nach Südamerika ſind, werden zwei, Rüſch und Schröder, die beiden vakanten Stellen in Argentinien übernehmen. Aber auch hier müſſen wir aus⸗ rufen: „Was iſt das unter ſo viele“, ſo viele, die dort ohne Gottes Wort dahinleben und ⸗ſterben? Die Miſſion in dieſen beiden Ländern hat in dieſem Triennium die Summe von $44,218.42 verſchlungen. Gewiß, eine große Summe Geldes; aber der HErr hat ſie beſchert. Freilich zuzeiten ſah es trübe mit der Kaſſe aus; ſie war leer, ja mehr als leer; ſie hatte Schulden, und die Gehälter waren fällig. Aber das iſt ja Gottes Weiſe. Ihm gehört ja alles Gold und Silber der Erde. Er könnte, wenn er wollte, unſere Kaſſen mit überflüſſigem Geld verſehen. Aber er hält uns knapp, ohne Zweifel auch deshalb, um uns beim Beten zu halten. Er hat auch immer wieder die Herzen ſeiner Chriſten willig gemacht und die Hände gefüllt, ſo daß die Schulden bezahlt und den Miſſionaren das Nötige zum Lebensunterhalt dargereicht werden konnte. Gott hat auch der Synode einen Kaſſierer gegeben, der das Kunſtſtück verſteht, ſelbſt dann Gelder auszuzahlen, wenn die Kaſſe leer iſt. Möge eine Ehrw. Synode aufs neue den Gemeinden empfehlen, die Kaſſe für Miſſion in Braſilien und Argentinien, die jährlich wenigſtens $12,000.00 nötig hat, mit Gaben und Kollekten zu bedenken! Nicht alles Geld iſt eigentlich für die Miſſion in dieſen Ländern verwandt worden. Von den $44,218.42 ſind $5150.00 verausgabt für c. die Anſtalt in Porto Alegre. Wie groß die Not an Arbeitern in dieſem Felde und wie dringend notwendig daher dieſe Anſtalt iſt, geht daraus hervor, daß auf der Liſte ihrer Schüler 22 Namen ſtehen, auf der Anſtalt aber nur elf Schüler ſich befinden, alſo nur fünfzig Prozent. Die andere Hälfte der Schüler⸗ ſchaft muß nach ein⸗, höchſtens zweijährigem Beſuch der Anſtalt Aus⸗ helferdienſte tun an Schulen, die gefährdet ſind, in Gemeinden, die bisher vergeblich auf Paſtoren gewartet haben. Prof. E. Wegehaupt, der Direktor dieſer Anſtalt, iſt als Vertreter des Braſilianiſchen Diſtrikts auf der Synode erſchienen. Wir möchten bitten, ihm Gelegenheit zu geben, über die Anſtalt, ſowie über die Miſ⸗ ſion in Braſilien vor verſammelter Synode zu reden. Herr E. Böckel, der von der Synode als Lehrer angeſtellt war, hat Ende vorigen Jahres ſein Amt niedergelegt. An ſeiner Stelle hat das Wahlkollegium der Synode P. M. F. Froſch erwählt. Der vorigen Allgemeinen Synode lag das Bittgeſuch des Braſilia⸗ niſchen Diſtrikts vor, die Anſtalt in Porto Alegre zu übernehmen. Die Synode faßte hierüber mehrere Beſchlüſſe, die der damalige Präſes Mahler, der der Synode beiwohnte, und auch Ihre Kommiſſion ſo ver⸗ ſtand, daß hinfort für dieſe Anſtalt ſo geſorgt werden ſolle wie für die andern Anſtalten der Synode, daß nämlich aus der Synodalkaſſe die Gelder zu ihrer Erhaltung genommen werden ſollten. Der Synodal⸗