# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S249 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 35 — Übergabe des Progymnaſiums zu Portland, Oreg., an die Allgemeine Synode. An die Ehrw. Delegatenſynode der Deutſchen Ev.⸗Luth. Synode von Miſſouri, Ohio u. a. St., verſammelt zu St. Louis, Mo., vom 10. bis zum 20. Mai 1911. Ehrwürdige, teure Väter und Brüder in dem HErrn! Der Oregon⸗ und Waſhington⸗Diſtrikt unſerer Synode erlaubt ſich, einer Ehrw. Delegatenſynode, verſammelt zu St. Louis, Mo., die nach⸗ ſtehende Eingabe zur gefälligen eingehenden Prüfung und Beſchluß⸗ nahme zu unterbreiten. Bereits im Jahre 1903 wurde bei Gelegenheit der Synodalver⸗ ſammlung des Diſtrikts die Frage erörtert, ob es nicht angebracht und ratſam ſei, in unſerm Diſtrikte ein eigenes Progymnaſium zu eröffnen, da die Erfahrung gelehrt habe, daß gar mancher Jüngling nicht in den Dienſt der Kirche trete, weil die Entfernungen nach den bereits be⸗ ſtehenden Anſtalten ſo gar große ſind. Doch kam es damals zu keiner Beſchlußfaſſung irgendwelcher Art. Als aber bei Gelegenheit der näch⸗ ſten Synodalverſammlung im Jahre 1904 dieſe Angelegenheit aber⸗ mals zur Beratung vor die Synode kam, teilte der Ehrw. Vizepräſes der Allgemeinen Synode, P. P. Brand, dem Diſtrikte mit, daß auch der Schweſterdiſtrikt, der Ehrw. California⸗ und Nevada⸗Diſtrikt, ſich mit derſelben Frage beſchäftigt und auch beſchloſſen habe, eine Voranſtalt an dieſer Küſte zu gründen und die dazu nötigen Schritte zu tun. Auch der Oregon⸗ und Waſhington⸗Diſtrikt ſetzte zur weiteren Beratung dieſer Angelegenheit ein Komitee ein. (Ber. 1904, S. 121.) Durch die Verhandlungen der Komiteen dieſer beiden Schweſter⸗ diſtrikte ſtellte es ſich dann aber heraus, daß der Ehrw. California⸗ und Nevada⸗Diſtrikt die Gründung einer eigenen Anſtalt in ſeiner Mitte im Auge habe, wodurch unſerm Diſtrikte aber keine Abhilfe geſchaffen würde, da z. B. die Entfernungen von Portland, Oreg., nach San Francisco, Cal., ungefähr die gleichen ſeien wie von Port⸗ land, Oreg., nach St. Paul, Minn. Die Diſtriktskonferenz des Oregon⸗ und Waſhington⸗Diſtrikts be⸗ riet ſodann die Angelegenheit des eigenen Diſtrikts weiter, und man beſchloß, den Rat des Hochw. Allgemeinen Präſes der Synode in dieſer Angelegenheit einzuholen. Das geſchah denn auch, und dieſer ſchrieb unterm 6. Dezember 1904: „Meine perſönliche Anſicht iſt, daß die Pacifiediſtrikte von vornherein zwei Anſtalten ins Auge faſſen ſollten. Für eine Anſtalt wohnen Sie viel zu weit auseinander. Die beiden Diſtrikte entwickeln ſich kirchlich auch ſchneller, wenn jeder in ſeiner Mitte eine Anſtalt hat. Durch eine Anſtalt kommt neues kirchliches Leben und innerer Zuſammenhang in einen Diſtrikt.“ So wurde denn am 1. Februar 1905 ein Rundſchreiben an alle Gemeinden des Diſtrikts ausgeſandt, in welchem die Gemeinden ge⸗