# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S247 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 33 — California-Concordia-College zu Eaſt Oakland, Cal. Wohl iſt obige Anſtalt bislang noch Eigentum des California⸗ und Nevada⸗Diſtrikts, der nach beſtem Ermeſſen und Vermögen für deren äußerliche Bedürfniſſe zu ſorgen bemüht iſt. Da aber die Ehrw. Allge⸗ meine Synode ſich verpflichtet hat, die Lehrkräfte an dieſer unſerer jüngſten Prophetenſchule zu erwählen und zu beſolden, ſo iſt es ge⸗ wißlich nicht nur recht und billig, ſondern auch nötig und erwünſcht, daß wir bei Gelegenheit ihrer Verſammlung einen kurzen Bericht er⸗ ſtatten und ſo der ganzen Synode das Wohl und Weh, die Errungen⸗ ſchaften und Bedürfniſſe dieſer Anſtalt vorſtellen und ans Herz legen. Mit Lob und Dank gegen den Gott aller Gaben und Kräfte können wir denn zuvörderſt bezeugen, daß das Werk an unſerer Anſtalt im verſtrichenen Triennium, wenn auch nicht einen großartigen Aufſchwung, ſo doch einen ruhigen und gedeihlichen Fortgang genommen hat. Die wenigen und zumeiſt noch kleinen Gemeinden unſers Diſtrikts haben es ſich redlich angelegen ſein laſſen, das Wohl dieſes ihres zarten Pflegekindes mit ihrer Unterſtützung zu fördern, ſo daß wir im Leib⸗ lichen und Irdiſchen durchaus keinen Mangel zu leiden hatten. Nament⸗ lich durch die Einrichtung zweier beſtimmter Gabentage im Jahre iſt unſerer Anſtalt nicht nur reicher Segen zugefloſſen, ſondern auch das Intereſſe an unſerm Werke iſt dadurch in allen unſern Kreiſen wach⸗ gerufen und rege gehalten worden, wie daraus erſichtlich iſt, daß allein an barem Gelde im letzten Triennium über $4000.00 aus unſern Ge⸗ meinden eingegangen iſt. Dabei dürfen wir durch Gottes Gnade er⸗ fahren, daß dieſer Segen auch wieder in unſere Gemeinden zurück⸗ fließt, daß ſie nämlich gerade infolge der Pflege unſers Progymnaſiums mehr Verſtändnis gewinnen und auch mehr Anteil nehmen an dem Geſamtwerk unſerer Synode, deſſen Mittelpunkt ihnen ja in örtlicher Hinſicht ſo weit entlegen iſt. Unſere beiden lieben Profeſſoren beweiſen Fleiß und Treue, Eifer und Geſchick in ihrer Arbeit, und des HErrn Beiſtand und Segen iſt ſichtlich mit ihnen, ſo daß ſie ihrer ſchweren Aufgabe, vier Klaſſen in allen nötigen Fächern zu unterrichten, zu unſerer vollen Zufrieden⸗ heit gerecht werden. Namentlich iſt hervorzuheben, daß die chriſtliche Zucht in der Anſtalt eine vortreffliche und das Verhältnis zwiſchen Lehrern und Schülern ein durchaus herzliches iſt. Auch iſt hierbei dankend zu erwähnen, daß Lehrer H. G. Röcker in Oakland bisher un⸗ entgeltlich Geſangunterricht in unſerm Progymnaſium erteilt hat. Was nun die Frequenz unſerer Anſtalt betrifft, ſo bitten wir, vor allem zu bedenken, daß die lieben Mitchriſten in unſerm Diſtrikt bis vor kurzem unſerm höheren Lehranſtaltsweſen ziemlich ferne geſtanden haben und daher erſt für dasſelbe erzogen werden müſſen. Auch iſt in Betracht zu ziehen, daß unſere Gemeindeſchulen, aus denen wir die Zöglinge gewinnen müſſen, erſt in den letzten Jahren hier feſten Fuß gefaßt haben und, Gott Lob, eben jetzt ſich auszubreiten beginnen. Schauen wir jedoch auf die geringe Anzahl unſerer faſt durchweg noch [Signatur am Fuß der Seite: „3“ — Bogenſignatur des Druckers, keine Seitenzahl.]