# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S244 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 30 — haltung der Anſtalt neben ſeinem großen Miſſionsfeld zu ſchwer wird, da es auch nach überzeugung des Diſtrikts zum Wohle der Anſtalt dient, faßte der Kanſas⸗Diſtrikt auf ſeiner letzten Sitzung einſtimmig folgenden Beſchluß: „Beſchloſſen, die Allgemeine Synode bei ihrer Sitzung im Mai 1911 zu bitten und zu veranlaſſen, das St. Johns⸗College gänzlich in ihre Obhut und Pflege zu nehmen, wie die übrigen Vollgymnaſien in den einzelnen Diſtrikten; daß der Kanſas⸗Diſtrikt aber etwaige Schul⸗ den zur Abtragung behalte mit Ausnahme der von der Allgemeinen Auf⸗ ſichtsbehörde bewilligten Summe von $983.06 (jetzt $918.06) für den Furnace.“ Die Synode möge nunmehr auch ihre eigene Aufſichtsbehörde für die Anſtalt erwählen. Wir, die Aufſichtsbehörde, erachten es als unſere Pflicht, eine Ehrw. Allgemeine Synode noch auf etliche Bedürfniſſe der Anſtalt aufmerkſam zu machen: 1. daß die Anſtellung einer ſechſten vollen Lehrkraft wünſchens⸗ wert iſt, ja nötig werden kann. Unſere Profeſſoren erteilen jetzt im Durchſchnitt 35 Stunden die Woche, P. Werling 15. Mit den jetzigen Lehrkräften können wir uns vorläufig, ſolange die oberen Klaſſen noch klein ſind, behelfen; da aber zu erwarten ſteht, daß die Schülerzahl in den nächſten Jahren wachſen wird, ſo möge die Synode jetzt die Auf⸗ ſichtsbehörde bevollmächtigen, ſo bald als nötig eine ſechſte volle Lehr⸗ kraft anzuſtellen; 2. daß der Anſtalt die üblichen Bewilligungen für Bibliothek und Naturalienkabinett zukommen ſollten. 3. Endlich fühlen wir uns gedrungen, der Synode die Mitteilung zu machen, daß nach unſerer überzeugung ein Anbau eine unbedingte Notwendigkeit wird. Das jetzige Gebäude (102×57×42 Fuß; Mate⸗ rial: Stein) enthält außer der Aula 5 Lehrſäle, 10 Wohnzimmer, 7 Schlafzimmer, ein Bibliothekzimmer, 2 Zimmer für den Hausver⸗ walter ꝛc. Es bietet Raum für nicht mehr als höchſtens 60 Schüler. Dieſes Gebäude iſt kaum imſtande, die jetzige Schülerzahl zu faſſen. Im Gebäude wohnen 53 Schüler. 42 von dieſen wollen ſich auf das Predigtamt vorbereiten. Sieben Schüler, allerdings ſolche, die ſich nicht auf den Dienſt in der Kirche vorbereiten wollen, mußten ſchon außerhalb der Anſtalt einquartiert werden und nehmen nur ihre Mahl⸗ zeiten im College ein. Würde die Anſtalt im kommenden September wieder ſo zahlreich beſchickt werden mit Schülern, die ſich dem Predigt⸗ amt widmen wollen, wie im vergangenen September (22), ſo würde die Anſtalt allein von dieſen Schülern gedrängt gefüllt ſein, ganz ab⸗ geſehen von ſolchen Schülern, die ſich etwa einſtellten, um ſich nur weiter auszubilden. Sollte dieſer Fall im kommenden September nicht ein⸗ treten, wie mag es dann aber in zwei oder drei Jahren mit dem Raum ſein? Hierbei müſſen wir auch daran erinnern, daß wir Mangel an Lehrſälen haben und etliche der beſtehenden teils zu klein, teils zu