# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S232 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 18 — Vorjahres die Schülerzahl um ein beträchtliches vermindern würden. Unſere Befürchtungen gingen aber glücklicherweiſe fehl; wir durften 56 neue Namen unſerer Liſte einfügen. Im gegenwärtigen Schuljahr iſt der Geſundheitszuſtand überaus befriedigend geweſen. Wir hoffen, den Schülern bald ein treffliches Mittel zur Förderung der Geſundheit darbieten zu können. Es iſt nämlich durch die edle Freigebigkeit des Herrn J. Neils, der $4000.00 ſchenkte, der Herren E. Tetzlaff und E. Rubbert, die je $1000.00 ſpendeten, ſowie des Herrn H. Göppinger, der uns mit $500.00 bedachte, und durch Gaben anderer Gönner eine gute Turnhalle in Ausſicht geſtellt. Schüler befanden ſich in der Anſtalt: 1908—1909: 160; 1909 bis 1910: 150; 1910—1911: 156. Von den Abiturienten dieſer Jahre widmen ſich 53 dem Dienſte der Kirche. über Geiſt, Betragen und Wandel der Schülerſchaft wäre zu be⸗ merken, daß ſich bei der Mehrzahl ein gutes Intereſſe für die Erfüllung der Pflicht kundgibt. Doch fehlt es auch nicht an ſolchen, die geneigt ſind, ihre Aufgaben auf die leichte Schulter zu nehmen, und daher des fortwährenden Anſpornens bedürfen. Das Betragen iſt zumeiſt ein ſolches, wie es zu erwarten iſt von denen, deren Erziehung nach der göttlichen Regel und Richtſchnur erfolgt. Kommen aber in Einzelfällen recht böſe Unarten und Verſündigungen vor, die ernſte Beſtrafung und auch Ausweiſung nötig machen, ſo wird das nicht befremden, wenn man bedenkt, daß der alt' böſe Feind in einer ſo großen Schar von jungen Leuten Gelegenheit hat, beſonders geſchäftig zu ſein. Hierbei ſei uns geſtattet, auf eins ſonderlich hinzuweiſen, nämlich daß es höchſt ge⸗ fährlich iſt und manch böſe Folgen zeitigt, wenn Schüler über allzu reichliches Taſchengeld verfügen oder gar die volle Verwaltung ihrer Kaſſe in Händen haben. In bezug auf unſere werten Profeſſoren können wir nur das oft gegebene Zeugnis wiederholen, daß ſie mit aller Treue ihrem mühe⸗ und verantwortungsvollen Amt vorſtehen und gewiſſenhaft das Ziel verfolgen, tüchtige Arbeiter für den Dienſt der Kirche heranzubilden. — Im Januar 1910 wurde Prof. E. Lußky, der drei Jahre als Hilfs⸗ lehrer gedient hatte, zur Vollprofeſſur berufen. Im Februar desſelben Jahres ſahen wir uns mit ſchwerem Herzen genötigt, Prof. E. L. Arndt den Unterricht aus den Händen zu nehmen. Dieſes Vorgehen liegt in einer beſonderen Eingabe der Ehrw. Synode zur Begutachtung vor. Kandidat W. Baumhöfener übernahm im April einen Teil des vakanten Unterrichts und iſt noch jetzt als Hilfslehrer tätig. Aus der Aufſichtsbehörde ſchieden durch Reſignation P. L. Achen⸗ bach und Dr. F. Odendahl, deren Stellen dann durch P. R. F. Zimmer⸗ mann und Herrn J. Meier beſetzt wurden. Auch darüber ſei noch Mitteilung erſtattet, woher es kam, daß die laufenden Ausgaben im vergangenen Triennium um einiges höher waren als in früheren Jahren. Verurſacht wurde dieſe Mehrausgabe durch folgende nötigen Einrichtungen: Gasleitung und Zementwege, Heiz⸗