# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S231 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 17 — c. Das Hoſpital ſollte vergrößert und verbeſſert werden. Zwar erfüllt es ſeinen Zweck bei einer geringen Anzahl Kranker. Bei ſich häufenden Krankheitsfällen aber, beſonders wenn es ſich um ſchwere Fälle handelt, iſt es durchaus unzureichend. Etwa $1500.00 werden für dieſen Zweck nötig ſein. Gerne würden wir genaue Zahlen angeben. Aber für eine Maſſe kleinerer Reparaturen iſt es eine ſchwierige Sache, wirklich zuver⸗ läſſige Angebote zu machen. Indes geben wir die Verſicherung, daß wir die hier genannten Summen um keinen Cent überſteigen werden. Wir bitten alſo: 1. um $2000.00 für Inſtandhaltung des Lehrgebäudes, 2. um $3000.00 für Inſtandhaltung der drei andern Gebäude, ſowie für Nivellierung des neuen Grundſtücks, 3. um $1500.00 für das Hoſpital. — Summa: $6500.00. In aller Ehrerbietung Die Aufſichtsbehörde des Concordia⸗College zu Milwaukee, Wis. In deren Namen Milwaukee, Wis., 16. März 1911. B. Sievers, Sekretär. Concordia⸗College zu St. Paul, Minn. Indem die unterzeichnete Behörde der Ehrw. Synode hiermit den ſchuldigen Bericht über die Anſtalt zu St. Paul, Minn., vorlegt, ge⸗ denkt ſie zunächſt beim Rückblick über das verfloſſene Triennium mit herzlicher Dankbarkeit der unſerer Anſtalt reichlich widerfahrenen Güte und Treue des HErrn. Zwar hat es dem HErrn auch gefallen, uns ſeine Hand in ſchwerer Heimſuchung fühlen zu laſſen, ſo in einer Epidemie von Maſern, Schar⸗ lach und Diphtheritis. Sie überfiel uns in der erſten Hälfte des Jahres 1910 und legte eine große Anzahl Schüler aufs Krankenlager. Das war eine beſchwerliche Zeit, in der der bleiche Tod um unſer College ſchlich, und wir bangend um manches hoffnungsvolle junge Leben ſorgen mußten. Zwei liebe, begabte Jünglinge, der Sekundaner M. Neils und der Primaner J. Rehwaldt, wurden durch einen ſeligen Tod den Reihen der zukünftigen Arbeiter im Weinberg der Kirche entrückt. Da nun viele Schüler, durch Krankheit geſchwächt, nicht imſtande waren, anſtrengendem Studium obzuliegen, andere abreiſten, um im Eltern⸗ haus Erholung zu ſuchen und um auch die Geſunden nicht weiter der Gefahr der Anſteckung auszuſetzen, ſo wurde die Anſtalt am 27. Mai geſchloſſen. Obwohl von der Behörde dann die Verſicherung gegeben werden konnte, daß die beſten Vorſichtsmaßregeln gegen Wiederauftritt der Krankheit getroffen worden ſeien, ſo ſahen wir doch mit Beſorgnis dem neuen Schuljahr entgegen, indem wir fürchteten, daß die Zuſtände des [Signatur am Fuß der Seite: „2“ — Bogenſignatur des Druckers, keine Seitenzahl.]