# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S226 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 12 — Adam zutage. Zur Ehre Gottes können wir jedoch auch bezeugen, daß unter den Schülern ein ſolcher Geiſt herrſcht, der ſich unter die Zucht des Wortes Gottes beugt. Die übungsſchule, die von 79 Kindern beſucht wird und unter der Leitung der Profeſſoren H. Fehner und J. Link ſteht, erweiſt ſich immer mehr als eine ſegensreiche Einrichtung für unſere Seminariſten; zu⸗ gleich erfüllt ſie auch alle Forderungen, die man an eine wohlgeordnete Gemeindeſchule ſtellen kann. So viel als Rückblick. Nun noch einige Bitten, die wir, die Be⸗ dürfniſſe unſerer Anſtalt betreffend, einer Ehrw. Synode vorzutragen hätten. 1. Die Ehrw. Synode wolle doch in dieſer Verſammlung unſere ſchon vor drei Jahren ausgeſprochene Bitte erfüllen, nämlich den Gehalt unſerer Profeſſoren den derzeitigen Verhältniſſen entſprechend erhöhen. Ihre Aufſichtsbehörde ſah ſich leider im vergangenen Jahre genötigt, den Allgemeinen Kaſſierer um eine proviſoriſche Aushilfe anzugehen. 2. Die Ehrw. Synode wolle die Summe von $1650.00 zur Ein⸗ richtung einer Dampfheizung in dem alten Wohngebäude bewilligen. Was uns zu dieſer Bitte treibt, iſt die ſtete Feuersgefahr, denen Schüler und Eigentum durch die Öfenheizung ausgeſetzt ſind. Die eben an⸗ gegebene Summe wird nach dem Zeugnis Sachverſtändiger alle Un⸗ koſten decken. 3. Unſere dritte Bitte betrifft die Errichtung eines eigenen Muſik⸗ gebäudes. Daß wir es wagen, mit dieſem Geſuch vor die Ehrw. Synode zu treten, hat einen zweifachen Grund: einmal die große Notwendig⸗ keit eines ſolchen Gebäudes, die wohl niemand in Abrede ſtellen wird, wenn er hört, a. daß die Muſikinſtrumente in einem dumpfen, feuchten Baſement ſtehen; was das für ein Piano bedeutet, weiß jeder, der ein ſolches beſitzt; b. daß das Baſement durch einfache Bretterwände in kleine Zimmer eingeteilt iſt, ſo daß die Töne des einen Inſtruments in das Zimmer des andern hinüberſchallen, was für die übenden ſehr ſtörend iſt; c. daß auch ſonſt kein anderer Platz vorhanden iſt, wo man die Inſtrumente hinſtellen kann. Da nun aber der Muſikunterricht in einem Lehrerſeminar kein nebenſächliches oder gar überflüſſiges, ſon⸗ dern ein ſehr notwendiges Ding iſt — verlangt man doch von unſern Lehrern, die hier ausgebildet werden, daß ſie in Kirche und Schule den an ſie geſtellten muſikaliſchen Anforderungen gerecht werden —, ſo muß jedermann auf Grund obigen Tatbeſtandes zugeben, daß ein eigenes Muſikgebäude für Seward kein Luxus, ſondern eine dringende Not⸗ wendigkeit iſt, um einen kläglichen Notſtand zu beſeitigen. Das hat auch der Nebraska⸗Diſtrikt unſerer Ehrw. Synode erkannt und demzufolge auf ſeiner Verſammlung im Oktober vorigen Jahres beſchloſſen, zwecks Errichtung eines ſolchen Gebäudes $10,000.00 zu bewilligen. Wenn nun auch nicht dieſe ganze Summe in unſerm Diſtrikt aufgebracht werden wird, ſo doch gewiß der größere Teil derſelben.