# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S225 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 11 — „Dieſer Bericht fand unter den Synodalen allgemeinen freudigen und begeiſternden Anklang. Beſonders ergriffen hierbei auch die Herren Deputierten, die zur Beratung dieſer Angelegenheit eine beſondere Ver⸗ ſammlung abgehalten hatten, das Wort und erklärten, daß die Zuſtände in Addiſon derart ſeien, daß notgedrungen unter allen Umſtänden dort eine gründliche Anderung und Verbeſſerung der räumlichen Verhältniſſe vorgenommen werden müſſe. Dies wurde auch als die Meinung der geſamten Lehrerſchaft, die auch in einer beſonderen Verſammlung hier⸗ über verhandelt hatte, zum Ausdruck gebracht. „Die Ehrw. Synode beſchloß nun folgendes: obenan die Allge⸗ meine Synode zu bitten, den Bau in Addiſon vor andern zuerſt aus⸗ zuführen. Ferner wurden ſämtliche Empfehlungen des Komitees zu Synodalbeſchlüſſen erhoben. „Ferner: Die von hier aus zur Allgemeinen Synode reiſenden Delegaten ſollen gebeten werden, vor derſelben die Zuſtände in Addiſon perſönlich in Augenſchein zu nehmen.“ Im Auftrag zeichnet in ſchuldiger Hochachtung F. P. Merbitz, Sekretär des Nord⸗Illinois⸗Diſtrikts. Lehrerſeminar zu Seward, Nebr. Im Rückblick auf das verfloſſene Triennium haben wir einer Ehrw. Synode eigentlich nicht viel zu berichten; denn außer einer nennens⸗ werten Ausnahme hat die Arbeit im Seminar ungeſtörten Fortgang ge⸗ habt, was uns zu beſonderem Dank gegen unſern gütigen Gott auf⸗ fordern muß. Die Störung und Unterbrechung des Unterrichts fand ſtatt im Herbſte des vorigen Jahres, da infolge der cerebro-spinal meningitis, die in und um Seward epidemiſch auftrat, die Anſtalt auf Anordnung der ſtädtiſchen Geſundheitsbehörde geſchloſſen und die Schüler in die Heimat entlaſſen werden mußten, nachdem bereits zwei von der Krankheit befallen worden waren, die Gott nach kurzem Krankſein durch einen, wie wir zuverſichtlich hoffen dürfen, ſeligen Tod aus dieſer Welt abrief. Es waren dies die beiden Schüler Andreas Meyer und Viktor Leimer. Nach dreiwöchiger Quarantäne konnten die Schüler in die An⸗ ſtalt zurückkehren. Unſern lieben Profeſſoren, die in Wahrheit mit Arbeit überbürdet ſind, können wir das Zeugnis geben, daß ſie mit aller Freudigkeit, Treue und Selbſtverleugnung ihres Amtes gewartet haben, und wir haben ge⸗ wiß hohe Urſache, Gott zu danken, daß er ſie bei guter Geſundheit er⸗ halten hat. In der Anſtalt befinden ſich gegenwärtig 121 Schüler. Im ver⸗ floſſenen Triennium ſind 52 Abiturienten ins Schulamt entlaſſen wor⸗ den. — Was das ſittliche Betragen der Schüler betrifft, ſo traten, wie⸗ wohl keine groben Ausſchreitungen, doch mancherlei Unarten des alten