# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S222 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 8 — in Addiſon ſchon gehoben wäre. Nein, daß in Addiſon nicht gebaut worden iſt, hatte ſeinen Grund darin, daß das zum Bauen nötige Geld nicht zuſammengekommen iſt. Wir haben alſo die Not einfach weiter tragen müſſen. Wenn wir daher auch diesmal wieder mit der dringenden Bitte, der Notlage in Addiſon abhelfen zu wollen, vor die Ehrw. Synode treten, ſo wird ſie es uns gewiß nicht verweigern, ſondern unſere Bitte um ſo geneigter anhören. Und was iſt dieſe unſere Bitte? Sie läuft nicht darauf hinaus, daß die Synode den vor Jahren geplanten und von ihr beſchloſſenen Bau für $30,000.00 ſo bald als möglich aufführe, ſondern daß ſie an Stelle jenes geplanten und beſchloſſenen Gebäudes in Addiſon ein neues, zweckentſprechendes Wohngebäude für etwa 200 Schüler errichte, in dem alle Zög⸗ linge wohnen und ſchlafen können, ſowie ferner die nötigen Verände⸗ rungen in den alten Gebäuden vornehme. Die Gründe, die uns be⸗ wegen, einer Ehrw. Synode dieſe Bitte vorzulegen, ſind folgende: a. Das jetzige Wohngebäude befindet ſich in einem ſolchen Zuſtande, daß es uns nicht nur wünſchenswert, ſondern ſogar ge⸗ boten erſcheint, daß unſere Schüler in Addiſon ein neues Wohnge⸗ bäude bekommen. Denn aa. die Wohnzimmer ſind viel zu klein für die Zahl der Inſaſſen. Dazu ſind dieſe Zimmer in vielen Fällen ſchlecht ventiliert, und die Lichtverteilung iſt nicht die beſte. bb. Die Hallen in dem Wohngebäude, in dem jetzt 175 Schüler wohnen, ſind nur 4, reſp. 5 Fuß breit, die Treppen ſchmal. cc. Die Schlafzimmer ſind zum Teil niedrige Dachzimmer, die für Schlafzwecke gar nicht gebraucht werden ſollten. Dazu liegen die Schlafzimmer in allen Teilen der Anſtalt, etliche ſogar im Lehrgebäude. Das iſt ein großer Nachteil. dd. In etlichen Schlafſälen ſtehen 30 bis 40 Betten und ebenſoviele Koffer. b. In bezug auf Lehrſäle iſt es in der Anſtalt ſchlecht beſtellt. Einmal ſind nicht genug vorhanden, und von den vorhandenen ſind etliche zu klein. c. Durch Aufführung eines neuen Wohngebäudes und durch zweck⸗ entſprechenden Umbau der alten Gebäude können alle dieſe übelſtände be⸗ ſeitigt werden, und die Anſtalt würde dadurch aa. ein Wohngebäude erhalten, in dem alle Schüler wohnen und ſchlafen könnten, bb. ein gutes Lehrgebäude, in dem alle Lehrſäle untergebracht werden könnten, ſowie das Muſeum; cc. im alten Gebäude würde Raum ge⸗ ſchafft werden können für ſämtliche Muſik⸗, Bibliothek⸗, Leſe⸗ und Vereinszimmer und außerdem noch für eine geräumige Aula. (Siehe Synodalber. d. Nord⸗Ill.⸗Diſtr. 1910, S. 73 f.) Wir bitten daher eine Ehrw. Synode, für Neubau, Umbau, Heizung, elektriſche Beleuchtung und Verbeſſerungen der neun Pro⸗ feſſorenwohnungen die runde Summe von $75,000.00 zu bewilligen. 6. Unſer Hausverwalter wollte uns verlaſſen, weil er mit dem Lohn nicht auskommen konnte. Da aber Herr Stahmer und ſeine liebe Gattin ganz vorzügliche Hauseltern ſind, ſo haben wir ihm eine Zulage von $100.00 gewährt, die wir ſelbſt gedeckt haben. Wir möchten aber