# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S189 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 13. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1911. 189 „Wir erlauben uns, der Synode 1. zu empfehlen, die Beant⸗ wortung dieſer Frage abzulehnen, und zwar aus folgenden Gründen: a. Die Beantwortung dieſer Frage ſchließt manche rein politiſche Dinge in ſich, die nicht vor das Forum der Synode gehören. b. Soweit Gottes Wort und unſer chriſtlicher Glaube hier in Betracht kommt, ſo glauben wir, daß es ſehr viel Zeit in Anſpruch nehmen würde, die hier in Frage kommenden Grundſätze der ſozialiſtiſchen Partei klar und genau darzu⸗ legen und mit Gottes Wort zu beleuchten, was doch geſchehen müßte, um jedes Synodalglied in den Stand zu ſetzen, ein ſachgemäßes Urteil über dieſe Frage abzugeben. „Da der Frageſteller dies als einen Grund angibt, warum er ſeine Frage der Synode vorlegt: ‚Es iſt öffentlich geſagt und geſchrieben worden, daß ein Chriſt kein Sozialiſt ſein könne‘, ſo empfehlen wir 2. der Synode, ihm zu raten, ſich mit dieſen Brüdern ſowie mit ſeiner Konferenz in Verbindung zu ſetzen, um mit ihnen die Sache brüderlich noch weiter zu beſprechen. „Sodann 3. möchten wir der Synode empfehlen, daß ſie den Wunſch ausſpreche, daß der Sozialismus und was damit zuſammen⸗ hängt, wie bisher, ſo auch fernerhin in unſern Zeitſchriften nach Not⸗ wendigkeit beſprochen und mit Gottes Wort beleuchtet werde, da dieſe Zeiterſcheinung immer mehr in den Vordergrund tritt.“ Dieſer Bericht des Komitees wurde angenommen. Diakoniſſenſache. Komitee No. 19 lag auch die Eingabe vor, die ſich auf Seite 131 f. der gedruckten Eingaben befand, die „Errichtung eines lutheriſchen Diakoniſſenheims“ betreffend. In dieſer Eingabe wurde der Synode mitgeteilt, daß die „Konferenz der Hoſpital⸗ ſowie der Kinderfreund⸗ und Stadtmiſſionsgeſellſchaften zu Red Wing, Minn.“, beſchloſſen habe, ein Diakoniſſenheim zu errichten. Der Plan für ein ſolches Heim wird kurz dargelegt, die Verſicherung ausgeſprochen, daß alles im rechten Geiſt und dem Worte Gottes gemäß geführt werden ſolle, auch die Gründe angegeben, die für die Einrichtung des Diakoniſſenweſens in unſerer Synode ſprächen. Zwar wurde in der Eingabe ſelbſt nicht dar⸗ getan, weshalb die Sache der Synode vorgelegt werde, es fanden ſich darin keinerlei Fragen und Wünſche; „jedoch teilte“, wie das Komitee berichtete, „uns P. Herzberger auf unſere Anfrage hin mit, daß es nicht das Begehren der Konferenz ſei, irgendwelche finanzielle Hilfe von der Synode zu erlangen, weder jetzt noch ſpäter, ſondern nur daß die Synode ſich über dieſe unter uns neue Sache ausſpreche und ſie eventuell billige und gutheiße. „Wir erlauben uns, der Synode folgende Empfehlungen zu machen: „1. Die Synode möge das Diakoniſſenweſen nicht ſelbſt in die Hand nehmen.