# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S148 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 148 Verhandlungen der 28. Allgemeinen oder Wenn wir der Synode Vorſchläge zu machen hätten, die über den Be⸗ reich unſers Geſchäftes hinausgehen, würden wir allen Ernſtes emp⸗ fehlen, den ſogenannten Synodalbeitrag überhaupt abzuſchaffen. Jeden⸗ falls muß, um den Poſtgeſetzen Genüge zu leiſten, jegliche Vermengung des Synodalbeitrags mit dem Abonnement für Synodalberichte auf⸗ gehoben werden, wie dies tatſächlich ſchon geſchehen iſt. In bezug auf die Synodalberichte können wir allerdings berichten, daß die Einſchränkung der einzelnen Nummern auf ein Maximum von 64 Seiten etwas dazu beigetragen hat, den Verluſt an dieſem Poſten für das Verlagshaus zu reduzieren. Am meiſten haben in dieſer Be⸗ ziehung geholfen die ſchönen Maſſenbeſtellungen, die wir von mehreren Diſtrikten erhielten und an denen wir, obwohl die Lieferungen für die einzelnen Diſtrikte ſelber verhältnismäßig wohlfeil ausfielen, Verdienſt hatten. Wenn ſich aber das Bahn bricht, daß einzelne Diſtrikte bei der Maſſenverteilung ihrer Diſtriktsberichte mit einer Qualität, die wir nicht liefern dürfen und unter gegenwärtigen Verhältniſſen nicht liefern können, zufrieden ſind, ſofern ſie nur an ihrer Auflage etwas Geld ſparen, und unter dieſen Verhältniſſen uns die Maſſenbeſtellungen wieder verloren gehen ſollten, dann würden wir allerdings unſere auf der Delegatenſynode in Fort Wahne gemachte Empfehlung erneuern, die Synodalberichte in Form einer Monats⸗ oder Zweimonatsſchrift herauszugeben, und zwar unter einem Chefredakteur, der nicht nur verantwortlich, ſondern auch in allen Fällen entſcheidungsfähig gemacht werden ſollte. Wir wiederholen unſere Empfehlung, die ehrwürdige Fakultät des St. Louiſer Seminars der Verpflichtung zu entlaſten, welche ſie durch Uſus überkommen hat, nämlich Zenſur zu üben über die Akzidenzarbeit unſerer Druckerei. Wir wiederholen unſere Empfehlung adäquater profeſſioneller Feuerverſicherung. Wir empfehlen Änderung unſers Fiskaljahres ſo, daß der Schluß am 1. Juli gemacht wird (damit wir die Inventaraufnahme und was ſonſt mit der Abrechnung zuſammenhängt, nicht in unſerer geſchäftigen Zeit machen müſſen), und Aufhebung aller dieſer Empfehlung wider⸗ ſprechenden Beſchlüſſe und Anordnungen. Im Laufe der Jahre ſind zum Teil von der Ehrw. Synode Ver⸗ fügungen getroffen und zum Teil von uns Entſcheidungen betreffs Gratislieferung von Büchern und Zeitſchriften gemacht worden, die einesteils nicht Entſcheidungen und Verfügungen nach irgendeinem Prinzip, vielmehr häufig ganz willkürlich ſind, andernteils gegen be⸗ ſtehende Poſtgeſetze verſtoßen, ſo daß wir in gewiſſen Fällen entweder den Synodal- oder Poſtgeſetzen zuwiderhandeln müſſen. Wir empfehlen daher, daß bezüglich aller Gratislieferungen ein neues ſyſtematiſches Regulativ eingeführt und zur Entwerfung und Beſtimmung dieſes Regulativs ein Komitee vom Ehrw. Allgemeinen Präſes ernannt werde, beſtehend etwa aus einem Paſtor emeritus, einem Lehrer emeritus, einem Anſtaltsprofeſſor, einem Vertreter eines Waiſen⸗