# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S128 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 128 Verhandlungen der 28. Allgemeinen oder Ehrw. Synode, ihrer prinzipiellen Stellung zur ärztlichen Miſſion Aus⸗ druck zu geben. — Ehe man zur Beſprechung dieſes und des Komiteeberichts über⸗ ging, hatte die Synode die Freude, Miſſionar A. Hübener aus Indien begrüßen zu können. Derſelbe überbrachte die herzlichſten Grüße aller unſerer oſtindiſchen Miſſionare und gab uns die Verſicherung, daß ſie im Geiſt hier gegenwärtig ſeien und der Synode Gottes reichſten Segen zu allen ihren Verhandlungen wünſchten. Er dankte für alle Liebe, die den Miſſionaren von ihren Glaubensbrüdern erwieſen worden ſei, und bat, auch ferner betende Herzen und Hände für ſie zu Gott zu erheben. Er ſchilderte hierauf, wie es auf unſerm Miſſionsfeld in Indien auch ſo ſehr an Arbeitern fehle, beſonders ſeitdem uns Gott in ein neues, von dem zuerſt übernommenen etwa 500 Meilen entferntes Gebiet ge⸗ führt habe. Beſchloſſen: 1. die von der Kommiſſion für Heidenmiſſion längſt geplante Viſitation unſerer Miſſionsfelder in Indien ſo bald als möglich ab⸗ halten zu laſſen; 2. daß wir es der Kommiſſion für Heidenmiſſion überlaſſen, im Namen der Synode eine geeignete Perſon als Viſitator nach Indien zu ſenden. Wir wollen gewiß daran feſthalten, daß das Evangelium das einzige Mittel iſt, die Herzen der Menſchen zu Chriſto, ihrem Gott und Heiland, zu bekehren; da jedoch die Erfahrung lehrt, daß durch die ſo⸗ genannte ärztliche Miſſion, wenn recht gebraucht, mancherlei Hinder⸗ niſſe, die ſich dem Lauf des Evangeliums entgegenſtellen, aus dem Wege geſchafft werden, ſo beſchloß die Synode, ihrer Kommiſſion für die Heidenmiſſion zu erlauben, für dieſe beſondere Arbeit paſſende Ärzte in den Dienſt ſtellen zu dürfen, wann und wo ſie es für gut erachtet, und die Mittel es geſtatten. Obwohl der Ehrw. Allgemeine Präſes bei den einzelnen Diſtrikts⸗ ſynoden über die Heidenmiſſion berichtet, ſo wurde doch beſchloſſen, daß jeder Diſtrikt einen beſonderen Vertreter habe, deſſen Aufgäbe es ſein ſoll, bei Gelegenheit der Diſtriktsſynoden und größerer Konferenzen über Heidenmiſſion Bericht zu erſtatten, wie das betreffs der Neger⸗ miſſion bereits geſchieht. Solche Vertreter ſollen von der Kommiſſion für die Heidenmiſſion vorgeſchlagen werden. Bericht des Kaſſierers für Heidenmiſſion vom 1. Februar 1908 bis zum 31. Januar 1911. Einnahme. Von Kaſſierer J. F. Schuricht gezogen vom 1. Februar 1908 bis zum 31. Januar 1909 ...................... $17231.83 Durch P. Aug. Lange für den Hungersnotfonds .......... 932.92 Von Kaſſierer J. F. Schuricht gezogen vom 1. Februar 1909 bis zum 31. Januar 1910 ........................ 17219.42 Durch Miſſionar A. Hübener .............................. 3.00