# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S127 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 13. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1911. 127 verlaſſen. Miſſionar A. Hübener wird im Laufe dieſes Jahres nach Indien zurückkehren; er wird bei der Synodalverſammlung zugegen ſein. Für Miſſionar Forſter hat die Kommiſſion einen Erſatz gefunden in dem Kandidaten H. Stallmann, der im vorigen Jahre unſer theo⸗ logiſches Seminar in St. Louis abſolviert hat. Er wird etwa zur Zeit der Synodalverſammlung die Reiſe nach Indien antreten. Kandidat Stallmann eingeſchloſſen, ſtehen alſo jetzt 11 Miſſionare im Dienſt unſerer Heidenmiſſion, von denen zwei ſich auf Urlaub be⸗ finden und ein dritter hoffentlich nur auf kurze Zeit Indien verlaſſen hat. Eine beſondere Urſache zum Dank gegen Gott iſt uns, daß die Liebe unſerer Chriſten in dieſen drei Jahren alles zur Fortführung und Erweiterung unſerer Arbeit Nötige dargereicht hat. Durch den nötig gewordenen Bau einer zweiten Miſſionarswohnung in Ambur und in Nagercoil iſt der vor drei Jahren noch vorhandene, allerdings ſchon ſehr verringerte Vorrat in der Miſſionskaſſe aufgebraucht worden, und am Ende des vorletzten Rechnungsjahres wies die Kaſſe ein, wenn auch kleines, Defizit auf. Aber obgleich auch in Nagercoil ein zweites Wohn⸗ haus gebaut werden mußte und zwei neue Miſſionare ausgeſandt wur⸗ den, ſtanden der Kommiſſion doch ſtets die nötigen Mittel zur Verfügung. Im Perſonal der Kommiſſion haben zwei Veränderungen ſtatt⸗ gefunden. An Stelle des im Jahre 1909 verſtorbenen Herrn H. Harms iſt Herr Gottlieb Schmidt gewählt worden. Durch den Tod P. O. Hanſers iſt der Heidenmiſſion ihr, man darf wohl ſagen, warmherzig⸗ ſter Vertreter genommen worden, deſſen Verluſt wir von Herzen be⸗ dauern. An ſeine Stelle iſt Prof. W. Dau getreten. Mit dem innigſten Danke gegen Gott für alle Förderung, die unſere Miſſion in den letzten drei Jahren erfahren hat, verbindet die Kommiſſion die herzliche Bitte an alle unſere lieben Chriſten, ſich dieſes Gotteswerkes auch ferner mit regem Eifer anzunehmen. Zweierlei iſt der Synode noch vorzulegen. Unſere Miſſion in Indien wurde im Jahre 1894 begonnen, und im Laufe dieſer Zeit hat ſich die Notwendigkeit herausgeſtellt, daß jetzt ein Viſitator dahin ge⸗ ſandt werde, teils um die Verhältniſſe, wie ſie ſich nun geſtaltet haben, kennen zu lernen, teils um in perſönliche Beziehung zu den Miſſionaren und ihrer Arbeit zu treten. Die Ehrw. Synode wolle alſo dieſe Viſi⸗ tation beſchließen. Von faſt allen Miſſionsgeſellſchaften werden heutzutage Miſſions⸗ ärzte angeſtellt, deren Dienſte vor allem der heidniſchen Bevölkerung zugute kommen. Obwohl ſolche Hilfe nicht unmittelbar Aufgabe der Miſſion iſt, ſo kann doch nicht verkannt werden, daß dadurch ein leuch⸗ tendes Beiſpiel chriſtlicher Liebestätigkeit gegeben und der Ausbreitung des Evangeliums Vorſchub geleiſtet wird. Es iſt auch uns ſchon mehr⸗ fach nahegelegt worden, dies Liebeswerk in Angriff zu nehmen. Die Kommiſſion kann ſich aber nicht für berechtigt halten, Schritte zur Ein⸗ führung dieſer Art Miſſionstätigkeit zu tun, und bittet darum die