# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S124 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 124 Verhandlungen der 28. Allgemeinen oder 1. Es war kein paſſender Mann und noch viel weniger eine paſſende Frau für dieſen ſo ſchwierigen Poſten zu finden. 2. Es iſt dort nur wenig Miſſionsmaterial vorhanden. überhaupt ſind nicht mehr als 15 Kinder für unſere Schule aufzutreiben; denn erſtlich wohnen dort nicht viele Indianerfamilien, und ſodann ziehen auch manche Familien nach andern Reſervationen, bleiben dort längere Zeit und kehren oft erſt nach Jahren, wenn überhaupt, zurück. P. Larſen, der dort über zwei Jahre mit aller Treue gearbeitet hat, bezeugt, daß dieſer Platz ganz ausſichtslos iſt. 3. Die Beſetzung dieſes Poſtens würde jährlich eine Ausgabe von $1500.00 bis $2000.00 verurſachen, und unter den obwaltenden Um⸗ ſtänden hielten wir es nicht für ratſam, dieſen Schritt zu tun. Die Presbyterianer haben ſchon bei uns angefragt, ob wir geneigt wären, ihnen unſere Gebäude in Zoar zu verkaufen. Doch wagten wir es nicht, in dieſer Sache eigenmächtig zu handeln. Was mit dieſem Poſten ge⸗ ſchehen ſoll, wird die diesjährige Delegatenſynode zu beſtimmen haben. Unſere Miſſion in Red Springs und Morgan iſt gegenwärtig in gutem Zuſtande. Sie hat in den verfloſſenen drei Jahren ein erfreu⸗ liches Wachstum zu verzeichnen gehabt. Getauft wurden während dieſes Zeitraums 58 Kinder und 26 Erwachſene. Konfirmiert wurden 17 Kinder und 12 Erwachſene. Kommunizierende Glieder befinden ſich auf unſerer Miſſion 59. Im Herbſt des vergangenen Jahres brach die Diphtheritis in unſerer Schule aus. Doch durch Gottes Gnade erlag niemand dieſer gefährlichen Krankheit, obwohl uns die Quarantäne faſt an $200.00 koſtete. Im übrigen war der Geſundheitszuſtand auf unſerer Miſſionsſtation ein guter. Noch zu erwähnen wäre, daß die Stockbridge-Reſervation vor etwa einem Jahre an die Indianer ver⸗ teilt worden iſt. Manche der Indianer verkaufen nun leider ihr Land an Weiße, verpraſſen das Geld und verarmen ſo gänzlich. Andere aber bleiben dort wohnen und werden, wie ſie ſagen, nie fortziehen. Aller⸗ dings, ſollte eine ganze Anzahl dieſe Gegend verlaſſen, ſo würde da⸗ durch der Beſuch der Gottesdienſte und auch unſere Schülerzahl ſich be⸗ deutend verringern. Aber unſere Miſſion würde deswegen nicht auf dem Spiele ſtehen. Wir müßten dann, wie auch die Schweſterſynode der Norweger es tut, uns Kinder von andern Reſervationen holen und auf dieſe Weiſe unſere Miſſion weiter betreiben. Wir bitten nun die Ehrw. Synode im Anſchluß an obigen Bericht um folgendes: 1. Sie wolle die Handlungsweiſe ihrer Kommiſſion betreffs der Errichtung des Wirtſchaftsgebäudes gutheißen. 2. Sie wolle beſtimmen, ob das Wirtſchaftsgebäude mit Back⸗ ſteinen umkleidet werden ſoll. Es würde das etwa $500.00 bis $800.00 koſten. Es ſollte geſchehen, weil jetzt Regen und Froſt den Wänden ſowohl nach innen als von außen Schaden zufügen. 3. Sie wolle beſchließen, ob die Station Zoar hinfort wieder mit einem Miſſionar beſetzt oder, wenn ſich Gelegenheit dazu bietet, ver⸗