# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S123 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 13. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1911. 123 bieten, was ſie in allernächſter Nähe erlangen konnten. Eine ſolche boarding school, in der wir die Kinder beköſtigen und beherbergen, konnte aber von uns nicht ins Leben gerufen werden ohne ein dazu ge⸗ eignetes Wirtſchaftsgebäude. 4. Nur durch die Errichtung eines Wirtſchaftsgebäudes und durch Aufrechterhaltung einer boarding school konnten wir hoffen, Reinlich⸗ keit, Pünktlichkeit und regelmäßigen Schulbeſuch der Kinder zu erzielen. 5. Nur auf dieſe Weiſe ſchien es möglich, den Presbyterianern, die wieder eine Miſſion in Oppoſition zu der unſrigen unter den Stock⸗ bridge⸗Indianern angefangen hatten, mit Erfolg entgegenarbeiten zu können. Dieſes iſt ſeinerzeit im „Lutheraner“ und im „Kinder⸗ und Jugendblatt“ ausführlich unſern Chriſten zur Kenntnis gebracht worden. Der Erfolg, den wir ſeit jener Zeit in unſerer Miſſion zu verzeichnen haben, rechtfertigt denn auch dieſen von uns ausge⸗ führten Schritt. Früher war die Schülerzahl in unſerer Schule nie über 40 geſtiegen. Auch wir begannen im Herbſte des Jahres 1909 mit nur 24 Schülern unſere Schule. Als dann aber zu Neujahr des Jahres 1909 das Wirtſchaftsgebäude hergeſtellt und dem Gebrauch überwieſen worden war, ſtieg die Schülerzahl in wenigen Wochen auf 79. Das Schuljahr 1909—1910 hatte eine Schülerzahl von 63 und das des Jahres 1910—1911 eine Zahl von 59 aufzuweiſen. Die Frau unſers Miſſionars ſteht der Schule mit Treue und Geſchick vor. P. J. D. Larſen, unſer Miſſionar, erteilt allen Klaſſen den Religions⸗ unterricht und hilft, ſoviel es ſeine Zeit erlaubt, in der Schule mit. Auch ſonſt hat der treue Gott die Arbeit unſers Miſſionars ſichtlich ge⸗ ſegnet und ſich zu ihr bekannt. Die Erwachſenen beſuchen fleißig die Gottesdienſte, kommunizieren oft und führen unter den obwaltenden Umſtänden einen recht chriſtlichen Wandel. Schon im Juli des Jahres 1909 ſah ſich der Miſſionar der Presbyterianer genötigt, aus Mangel an Material das Feld zu räumen. Seit Herbſt des Jahres 1910 iſt aber wieder ein anderer Mann ebengenannter Kirchengemeinſchaft tätig, um die Indianer uns abwendig zu machen. Doch der HErr hat es ihm bis jetzt nicht gelingen laſſen, uns irgendwelchen weſentlichen Abbruch zu tun, und nach allen gegenwärtigen Ausſichten zu urteilen, wird auch wohl in Zukunft ſeine Agitation gegen uns ausſichtslos ſein. Während der verfloſſenen drei Jahre hatten wir nur einen Miſ⸗ ſionar, P. J. D. Larſen, auf unſerm Miſſionsgebiet. Seine Arbeit be⸗ ſchränkte ſich vornehmlich auf die Stationen Red Springs und Morgan. An den beiden andern Plätzen: Zoar (es befinden ſich dort ein Frame⸗Wohnhaus, eine Blockſchule und ein Frameſtall auf einem Stück Land, das uns auf einen lease hin von der Regierung zu Erziehungszwecken übergeben worden iſt) und Keſhena (Regierungs⸗ ſchule), zu arbeiten, dazu fehlte unſerm Miſſionar die Zeit. Daß wir in Zoar, wo P. Larſen früher ſtand, in den vergangenen drei Jahren keine Miſſion getrieben haben, geſchah aus folgenden Gründen: