# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S122 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 122 Verhandlungen der 28. Allgemeinen oder Süd⸗Illinois⸗Diſtrikt ........................... P. E. F. Köſtering. Südlicher Diſtrikt .............................. P. H. M. Hennig. Texas⸗Diſtrikt ................................... P. H. Studtmann. Weſtlicher Diſtrikt .............................. P. Jul. A. Friedrich. Wisconſin⸗Diſtrikt ............................... P. H. G. Schmidt. Zentral⸗Illinois⸗Diſtrikt ........................ P. O. L. Hohenſtein. 2. Heidenmiſſion. A. Im Inland. a. Negermiſſion. (Betrieben von der Synodalkonferenz.) Dem von der Synodalkonferenz berufenen neuen Direktor der Negermiſſion, Prof. N. J. Bakke, wurde die nötige Zeit gewährt zu einer Anſprache an die Synode. Er ſchilderte in kurzen Zügen die Geſchichte unſerer Negermiſſion: 1. im Stadium der Probezeit, da man ihr von vielen Seiten mit Mißtrauen begegnete, 2. in ihrer Blütezeit, da uns Gott auf verſchiedene Miſſionsgebiete führte, ſo daß eine Kirche nach der andern gebaut werden mußte, 3. in ihrer jetzigen übergangsperiode, in welcher nun farbige Miſſionsarbeiter ausgebildet werden, um die Miſſionsarbeit unter ihren Raſſegenoſſen zu betreiben. (Dieſe Miſſion hat von der Synodalkonferenz ernannte Vertreter in allen unſern Diſtrikten.) b. Indianermiſſion. Der Bericht der betreffenden Kommiſſion lautete, wie folgt: Wir erſtatten hiermit der Ehrw. Delegatenſynode den üblichen Be⸗ richt über unſere Indianermiſſion für die verfloſſenen drei Jahre. Im Jahre 1908 hatte die Delegatenſynode beſchloſſen, „daß ein Wirtſchafts⸗ gebäude in Red Springs errichtet werde, ſobald die nötigen Mittel dazu vorhanden ſeien“. Wir ſahen uns jedoch genötigt, dieſen Bau ſofort in Angriff zu nehmen und zu errichten, und zwar aus folgenden Gründen: 1. Unſere Schule in Red Springs war faſt ganz eingegangen. Die vorige Kommiſſion hatte ſie im Winter 1908 „bis auf weiteres aus Mangel an Schulkindern ſchließen müſſen“. (Siehe Bericht der Dele⸗ gatenſynode 1908, S. 102.) 2. Früher hatte man die Kinder, die einen ſehr weiten Weg zur Schule hatten, in chriſtlichen Indianerfamilien untergebracht. Dieſe aber wollten in Zukunft keine fremden Kinder mehr beherbergen. So mußten wir denn ſo bald als nur möglich ein Wirtſchaftsgebäude haben, wollten wir dieſe Kinder für unſere Miſſion nicht verlieren. 3. Die Regierung, die Römiſchen und die Schweſterſynode der Norweger haben und unterhalten boarding schools in naheliegenden Städten auf der Reſervation. Wollten daher wir die Kinder unſerer Indianer nicht nur nicht verlieren, ſondern vielmehr recht viele unter die Seelſorge unſers Miſſionars bringen, ſo mußten wir ihnen das