# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S115 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 13. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1911. 115 kaſſierer legte die Beſchlüſſe anders aus. Ihrer Kommiſſion blieb nichts anderes übrig, als die Gelder auch für dieſe Anſtalt aus der Miſſions⸗ kaſſe zu nehmen. Wir bitten aber eine Ehrw. Synode, beſtimmen zu wollen, die Gehälter der Profeſſoren, die Miete für die Anſtalt und für die Wohnungen der Profeſſoren aus der Synodalkaſſe zu bezahlen. Die Synode wählt die Profeſſoren, beſtimmt die Höhe der Gehälter und der Miete, wie bei den andern Anſtalten, darum ſollte ſie doch auch für dieſe auf dieſelbe Weiſe ſorgen wie für die andern. Die Einrichtung der vorigen Delegatenſynode, „daß in jedem Synodaldiſtrikt ein Vertreter beſtimmt werde, der auf der Diſtrikts⸗ verſammlung der Miſſion in Braſilien das Wort redet“, hat ſich als gut erwieſen, und wir bitten eine Ehrw. Synode, auch bei ihrer jetzigen Sitzung ſolche Vertreter zu beſtimmen. Schließlich möchten wir noch hinweiſen auf das „Ev.⸗Luth. Kirchen⸗ blatt für Südamerika“, das von der „Ev.⸗Luth. Paſtoralkonferenz“ im Staate Rio Grande do Sul herausgegeben wird. Es erſcheint zweimal im Monat und kann im Concordia Publishing House beſtellt werden. Preis pro Jahr: $1.00. Wer dieſes Blatt hält, bekommt nicht nur regelmäßig Nachrichten aus jenem großen Miſſionsfeld, ſondern unter⸗ ſtützt dadurch auch die Arbeit auf demſelben. Warum manche für dieſe Miſſion nicht recht begeiſtert werden wollen, iſt beſonders dies, daß man meint, die Leute ließen ſich das wohl gefallen, daß ihnen Gottes Wort gepredigt würde, fragten aber nichts danach; das zeige ſich dadurch, daß ſie ſelbſt nichts beitrügen. Darauf iſt zu antworten: 1. daß die Leute, die dort mit Wort und Sakrament bedient werden, meiſt arm an irdiſchen Gütern ſind; 2. daß nur das Wort Gottes ſelbſt Hunger und Verlangen danach wirken und die Herzen zum Geben willig machen kann, und das Wort iſt bis jetzt nur ſpärlich dort gepredigt worden; 3. daß ſich aber auch ſchon in dieſem Stück die Frucht des Evangeliums zeigt. Aus den dortigen Gemeinden ſind für Gehälter der Lehrer und Paſtoren eingekommen: im Jahre 1908: $2679.12; im Jahre 1909: $3728.36; im Jahre 1910: $4285.77. Das zeigt doch eine merkliche Beſſerung und läßt hoffen, daß, wenn erſt reichlicher der gute Same ausgeſät wird, auch hierin eine reichere Ernte erfolgen wird und wir dort einſt ein ſelbſtändiges Kirchen⸗ weſen haben werden. Direktor E. Wegehaupt von der Anſtalt in Porto Alegre war zu⸗ gegen und erſtattete mündlichen Bericht über den empfindlichen Mangel an Paſtoren und Lehrern, dem die junge Anſtalt noch nicht im ent⸗ fernteſten gerecht werden könne.¹) ¹) Die zur Zeit der Synode geltenden ſtatiſtiſchen Angaben hat Dir. Wege⸗ haupt nach neueſten Nachrichten am 24. Juli behufs Veröffentlichung im Bericht alſo verbeſſert: Jetzt haben wir dort 13 zur Synode gehörende und 40 nicht zur Synode gehörende Gemeinden, 13 Predigtplätze, 14,360 Seelen, 6300 Kommuni⸗ zierende und 1923 Stimmberechtigte. Gegenwärtig haben wir dort 46 Schulen.