# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S110 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 110 Verhandlungen der 28. Allgemeinen oder R. Pieper mitgeteilt worden iſt, daher aufs finniſche Predigen be⸗ ſonders vor); 5. dieſer, da er auch des Deutſchen mächtig iſt, ſich der kleinen deutſchen Schar Lutheraner in Bisbee annehmen und ſie bedienen könnte. Der Miſſionsverein in Baltimore, Md., wandte ſich mit folgender Bitte an die Synode: Der Verein für Stadtmiſſion der zur Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz gehörenden Gemeinden in Baltimore und Umgegend erlaubt ſich, einer Ehrw. Synode gegenüber die Bitte auszuſprechen, daß eine Ehrw. Synode ihren Beſchluß in bezug auf das für die polniſche Chriſtus⸗ gemeinde erworbene Eigentum zur Ausführung bringen möchte. Zur Begründung dieſer Bitte verweiſen wir auf unſere Korreſpondenz mit der Allgemeinen Kirchbau⸗Unterſtützungskaſſe, ſowie auf den Bericht der Kommiſſion für fremdſprachige Miſſionen. Während wir gerne bereit ſind, einer Ehrw. Synode oder deren Miſſionskommiſſionen in jeder Weiſe zu dienen, ſo müſſen wir doch bekennen, daß die Nichtausführung jenes Beſchluſſes uns manche Unannehmlichkeit bereitet und unſerer eigentlichen Arbeit hinderlich war. — Beſchlüſſe: 1. daß die Kommiſſion für fremdſprachige Miſſionen im Inland aus fünf Gliedern beſtehen ſoll, die im Zentrum des Landes wohnen;²) 2. daß die Kommiſſion die Befugnis haben ſoll, an den nötigen Stellen Subkommiſſionen zu ernennen;³) 3. daß die Kommiſſion ermächtigt werde, im Verein mit dem Allge⸗ meinen Präſidium andere fremdſprachige Miſſionen zu übernehmen, wenn ſonſt alle Vorbedingungen zur erfolgreichen Führung einer der⸗ artigen Miſſion vorhanden ſind; 4. daß die Kommiſſion beauftragt werde, darauf zu ſehen, daß die Miſſionare Jünglinge auf unſere Anſtalten ſchicken, damit ſpäter etwaige Poſten mit geeigneten Männern, die den Leuten in ihrer Mutter⸗ ſprache predigen und ſie geiſtlich verſorgen, beſetzt werden können; 5. daß die Kommiſſion eine beſondere Kaſſe einrichte für derartige Studierende, die der Hilfe bedürftig ſind; 6. daß alle Gemeinden ermuntert werden, auch dieſe Kaſſe für fremdſprachige Miſſionen mit mildtätigen Gaben reichlich zu bedenken, da die Anforderungen immer höher werden; 7. den Namen „Kommiſſion für fremdſprachige Miſſionen“ zum offiziellen Titel dieſes Miſſionskomitees zu erheben; ²) Die Nominationen auf dem bereits ausgeteilten Wahlzettel hatten nicht Rückſicht genommen auf die geographiſche Lage der Kommiſſion. Dieſer Teil des Wahlzettels wurde deswegen für ungültig erklärt und durch eine ſpätere ent⸗ ſprechende Wahl erſetzt. ³) Die Kommiſſion gibt den Subkommiſſionen auch die nötigen Inſtruk⸗ tionen. (Protokoll vom 18. Mai.)