# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S99 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 13. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1911. 99 Trennung der Stadt⸗ und Emigrantenmiſſion in Baltimore. An die Ehrw. Deutſche Ev.⸗Luth. Synode von Miſſouri, Ohio und andern Staaten, verſammielt zu St. Louis, Mo., vom 10. bis zum 20. Mai 1911. Der Verein für Stadtmiſſion der zur Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz gehörenden Gemeinden in Baltimore und Umgegend erlaubt ſich, einer Ehrw. Synode mitzuteilen, daß wir der Empfehlung einer Kommiſſion für Emigrantenmiſſion der Ehrw. Synode, wonach Stadt⸗ und Emi⸗ grantenmiſſion in Baltimore getrennt werden ſoll, uns anſchließen und mit dieſer Kommiſſion eine Ehrw. Synode bitten, wie ſie bei über⸗ nahme dieſer Miſſion alle Verantwortung für dieſe übernommen habe, nun auch die Sorge für den Gehalt des Miſſionars übernehme, damit der Emigrantenmiſſionar in Baltimore nicht, wie bisher, zum Teil von den Baltimorer Gemeinden, und zwar zum Nachteil ihrer Miſſions⸗ arbeit, erhalten werde. — 1. Es wurde beſchloſſen, das Regulativ für die Emigranten⸗ miſſionskommiſſion zu Baltimore anzunehmen. 2. Die Beſtimmung der allgemeinen Pflichten des Miſſionars ſoll der Emigrantenmiſſionskommiſſion überlaſſen werden. 3. Die beiden Miſſionen, Stadt-⸗ und Emigrantenmiſſion in Bal⸗ timore, ſollen voneinander getrennt werden, indem die Emigranten⸗ miſſionskommiſſion in Baltimore hierdurch bevollmächtigt wird, einen Emigrantenmiſſionar zu berufen. 4. Beſchloſſen, daß wir von der Errichtung oder Erwerbung einer Herberge zurzeit noch abſehen, ſtatt deſſen aber es der Kommiſſion überlaſſen, eine Wohnung für den Miſſionar anzukaufen, zu bauen oder zu mieten, wie es die Kommiſſion für ratſam hält. Emigrantenmiſſion in Philadelphia. Dieſe Miſſion wurde im März 1910 mit Zuſtimmung des Ehrw. Allgemeinen Präſes und der Ehrw. Allgemeinen Vizepräſides von P. E. Totzke eingerichtet und in Angriff genommen. Vier große Schiffahrts⸗ geſellſchaften: der Norddeutſche Lloyd, die Hamburg⸗Amerika⸗Linie, die American Line und eine italieniſche Schiffslinie, laſſen ihre Paſſagier⸗ dampfer, die viele Einwanderer bringen, in Philadelphia regelmäßig anlegen, ſo daß keine Woche vergeht, in der nicht Emigranten hier landen. Im Jahre 1910 landeten hier 49,771 Einwanderer, trotzdem der Norddeutſche Lloyd erſt im März und die Hamburg-⸗Amerika⸗Linie erſt im November 1910 ihre Philadelphia-Linie eingerichtet hatten. Hätten dieſe beiden Schiffahrtsgeſellſchaften das ganze Jahr hindurch Einwanderer nach Philadelphia gebracht, ſo wäre die Zahl bedeutend höher, und wenn die Einwanderung überhaupt nicht abnimmt, wird im Jahre 1911 obige Zahl bei weitem überſtiegen werden, zumal noch andere große Schiffahrtsgeſellſchaften die Abſicht haben, ihre Dampfer Philadelphia anlaufen zu laſſen.