# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S74 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 74 Verhandlungen der 28. Allgemeinen oder 1. daß die Anſtellung einer ſechſten vollen Lehrkraft wünſchens⸗ wert iſt, ja nötig werden kann. Unſere Profeſſoren erteilen jetzt im Durchſchnitt 35 Stunden die Woche, P. Werling 15. Mit den jetzigen Lehrkräften können wir uns vorläufig, ſolange die oberen Klaſſen noch klein ſind, behelfen; da aber zu erwarten ſteht, daß die Schülerzahl in den nächſten Jahren wachſen wird, ſo möge die Synode jetzt die Auf⸗ ſichtsbehörde bevollmächtigen, ſo bald als nötig eine ſechſte volle Lehr⸗ kraft anzuſtellen; 2. daß der Anſtalt die üblichen Bewilligungen für Bibliothek und Naturalienkabinett zukommen ſollten. 3. Endlich fühlen wir uns gedrungen, der Synode die Mitteilung zu machen, daß nach unſerer überzeugung ein Anbau eine unbedingte Notwendigkeit wird. Das jetzige Gebäude (102×57×42 Fuß; Mate⸗ rial: Stein) enthält außer der Aula 5 Lehrſäle, 10 Wohnzimmer, 7 Schlafzimmer, ein Bibliothekzimmer, 2 Zimmer für den Hausver⸗ walter ꝛc. Es bietet Raum für nicht mehr als höchſtens 60 Schüler. Dieſes Gebäude iſt kaum imſtande, die jetzige Schülerzahl zu faſſen. Im Gebäude wohnen 53 Schüler. 42 von dieſen wollen ſich auf das Predigtamt vorbereiten. Sieben Schüler, allerdings ſolche, die ſich nicht auf den Dienſt in der Kirche vorbereiten wollen, mußten ſchon außerhalb der Anſtalt einquartiert werden und nehmen nur ihre Mahl⸗ zeiten im College ein. Würde die Anſtalt im kommenden September wieder ſo zahlreich beſchickt werden mit Schülern, die ſich dem Predigt⸗ amt widmen wollen, wie im vergangenen September (22), ſo würde die Anſtalt allein von dieſen Schülern gedrängt gefüllt ſein, ganz ab⸗ geſehen von ſolchen Schülern, die ſich etwa einſtellten, um ſich nur weiter auszubilden. Sollte dieſer Fall im kommenden September nicht ein⸗ treten, wie mag es dann aber in zwei oder drei Jahren mit dem Raum ſein? Hierbei müſſen wir auch daran erinnern, daß wir Mangel an Lehrſälen haben und etliche der beſtehenden teils zu klein, teils zu unpraktiſch ſind. Auch haben wir kein Krankenzimmer. Wir bitten daher eine Ehrw. Synode, einen An⸗ oder Neubau zu bewilligen und zu dem Zweck $15,000.00 zu erlauben. Natürlich genügt dieſe Summe nicht zu einem zweckentſprechenden Bau. Wir haben daher bereits in den Gemeinden des Kanſas⸗Diſtrikts und bei einzelnen Collegefreunden Unterſchriften für dieſen Zweck geſammelt, und zwar mit befriedigendem Reſultat. Wir wollen darin fortfahren, bis wir den nötigen Reſt zu einem entſprechenden Gebäude geſammelt haben. Schlußwort. Die Anſtalt hat im September 1910 ihr 17. Schuljahr begonnen. Seit dem Beſtehen der Anſtalt ſind 35 Abiturienten nach St. Louis entlaſſen worden. In dieſem Jahre folgen noch zwei. Wohl iſt dieſe Anſtalt die kleinſte unter den 10 Anſtalten der Synode. Aber haben nicht auch unſere größten Lehranſtalten einen kleinen Anfang gehabt? Wie ſie nun gewachſen ſind, ſo glauben wir, daß auch dieſe Anſtalt eine