# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S70 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 70 Verhandlungen der 28. Allgemeinen oder über das Wohl und Weh der Anſtalt hat der Kanſas⸗Diſtrikt in zwei Sitzungen des längeren beraten. Im großen und ganzen haben wir der Anſtalt ihr bisheriges Gepräge gelaſſen; wo wir aber Ände⸗ rungen für nötig hielten, haben wir uns nach dem Muſter unſerer andern Synodalanſtalten gerichtet. Wir haben uns überhaupt be⸗ fleißigt, im Sinne der Ehrw. Allgemeinen Synode zu handeln. Lehrer und Schüler. über die Frequenz der Anſtalt gibt folgende Statiſtik den ge⸗ wünſchten Aufſchluß: Prediger⸗ Allgemeine Bildung. Geſchäftskurſus. abteilung. Knaben. Mädchen. Knaben. Mädchen. Total. 1908/1909: 24 17 11 11 9 72 1909/1910: 33 22 24 15 20 114 1910/1911: 42 18 14 13 6 93 In dieſem Schuljahr haben ſich 22 neue Zöglinge, die ſich auf den Dienſt der Kirche vorbereiten wollen, eingeſtellt, die höchſte Zahl in der Geſchichte der Anſtalt. Die Geſamtſchülerzahl iſt gegenwärtig 93. Nach ihrem Wohnort geordnet, kommen aus Kanſas 53 (20 davon aus Winfield und Umgegend, 11 aus der Winfielder Gemeinde), aus Colo⸗ rado 2, aus Oklahoma 20, aus New Mexico 2, aus Nebraska 5, aus Miſſouri 6, aus Illinois, Indiana, California und Oregon je 1. Von dieſen Schülern ſind 82 Kinder lutheriſcher Eltern; die übrigen ſind Auswärtige. Selbſtverſtändlich logieren letztere nicht in der Anſtalt — auch nicht die Mädchen. Da die vier Profeſſoren mit Arbeit überbürdet waren, ſahen wir uns genötigt, Hilfe zu ſchaffen. Im Auftrage des Kanſas⸗Diſtrikts ſtellten wir daher eine fünfte volle Lehrkraft an, indem wir P. M. Gräbner zum Profeſſor beriefen. Die jetzigen Lehrer ſind: Direktor A. W. Meyer, H. Stöppelwerth, Chas. Scaer, L. Steiner und M. Gräbner. Außerdem leiſtet der Ortspaſtor, P. J. W. Werling, Aushelferdienſte in der Anſtalt. — Auch iſt Fürſorge getroffen für Muſik⸗ und Geſangunterricht. Die Gehälter der Lehrer an der Anſtalt waren nach überzeugung des Diſtrikts zu gering. Seit September 1910 haben wir ihren Ge⸗ halt dem der Profeſſoren in Concordia, Mo., gleichgeſtellt. Da die Synode keine Profeſſorenwohnungen in Winfield hat, erlaubten wir jedem der Profeſſoren jährlich $200.00 für Miete. Der Ortspaſtor bekommt $300.00 jährlich für ſeine Dienſte an der Anſtalt. Prof. L. Steiner erlaubten wir $50.00 das Jahr für Geſangunterricht. Aus perſönlicher Beobachtung und überzeugung können wir be⸗ richten, daß in der Anſtalt ein chriſtlicher Geiſt herrſcht, daß in Lehre und Leben Gottes Wort dort die Herrſchaft hat. Das Verhalten der Lehrer den Schülern und der Schüler den Lehrern gegenüber iſt das einer chriſtlichen Familie. Knechtiſche Furcht merkt man nicht unter den Schülern, wohl aber kindliche Furcht und Liebe. Das Verhalten der