# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S68 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 68 Verhandlungen der 28. Allgemeinen oder Wie bereits angedeutet, wohnen noch immer drei unſerer Lehrer in Hawthorne, da wir die Mittel nicht haben, ihnen bei der Anſtalt paſſende Wohnungen zu errichten oder auch nur zu mieten. Jeden Morgen 13 und mehr Meilen zum Unterricht zu pilgern, iſt eine Zu⸗ mutung, die auf die Dauer auch dem geduldigſten Lehrer mehr als läſtig wird. Auch wird dadurch viel Zeit und Kraft dieſer Männer zum Schaden der Anſtalt vergeudet, und doch kommt uns deren Miete auf $22.75 pro Monat per Familie zu ſtehen. Für eine beſcheidene Wohnung in Mount Vernon für Prof. Heintze zahlen wir monatlich $35.00. Daher kommt es, daß unſere Anſtalt z. B. im Bericht des Kaſſierers der Allgemeinen Synode vom 1. Februar 1909 bis zum 1. Februar 1910 mit einer Ausgabe von $1541.00 belaſtet wird, wäh⸗ rend wir in dieſem Zeitraum doch nichts als Miete gezogen haben. Da nun unſere andern Anſtalten auch bedacht werden müſſen, die Synode aber in nächſter Zeit die für ſechs Wohnungen nötigen Gelder für Bronxville kaum übrig haben wird, ſo möchten wir die Synode dringend erſuchen, noch in dieſem Frühjahr durch eine Hypothek auf das Bronxviller Eigentum oder auf andere Weiſe die für ſechs Pro⸗ feſſorenwohnungen nötigen Gelder zu beſchaffen. Die Zinſen würden durch die jetzt gezahlte Miete faſt gedeckt, und unſere Lehrer könnten ihre auf die ermüdenden Fahrten jetzt vergeudete Kraft in den Dienſt der Anſtalt ſtellen. Auch ſollte die Aufſichtsbehörde ermächtigt werden, Mittel und Wege für ein zweites Wohngebäude zu ſchaffen, falls ein ſolches vor Zuſammentritt der nächſten Delegatenſynode unbedingte Not⸗ wendigkeit werden ſollte. Die Anſtalt beherbergt heute ſchon 101 Schüler. Zum Schluß möchten wir die ſchätzenswerten Dienſte Herrn D. Kops aus Paterſon, N. J., dankend anerkennen, die er uns als Mitglied des Baukomitees in höchſt uneigennütziger Weiſe geleiſtet hat. Der HErr, unſer Gott, laſſe unſere Concordia in Bronxville zur Zierde unſerer Kirche heranwachſen und den Segen der rechten Bildung in reichſter Fülle über unſere Kinder und Kindeskinder ausſchütten. Er erhalte unſern Profeſſoren Weisheit, Kraft und Freudigkeit, ihr verant⸗ wortungsvolles Amt recht auszurichten. Unſern Schülern gebe er rechte Wißbegierde und aufrichtige Demut, daß ihnen ſtets das hohe, herrliche Ziel ihres Studiums vor Augen bleibe. Uns allen aber erhalte er auch für dieſe Concordia helle Augen, warme Herzen und offene Hände! — Komitee 1 leitete ſeine Empfehlungen hinſichtlich dieſes Be⸗ richts ein mit den Worten, daß wir nach unſerm Wegzug aus Hawthorne nun in Bronxville ein Grundſtück und neue Gebäude beſäßen, die einen Wert von $214,000.00 repräſentierten, obwohl ſie der Synode als ſolcher nur $40,000.00 gekoſtet hätten. Aber es ſei nur eine Pro⸗ feſſorenwohnung vorhanden. So müßten denn für ſechs Profeſſoren Wohnungen gemietet werden. Dabei ſei die Entfernung dieſer ge⸗ mieteten Wohnungen von der Anſtalt eine bedeutende, ſo daß viel Zeit und Kraft verloren gehe beim Zurücklegen der langen Wege.