# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S67 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 13. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1911. 67 weſenden mit neuer Liebe für unſere teure Kirche entzündender Gottes⸗ dienſt, der den Beteiligten unvergeßlich bleiben wird. Nach allſeitiger Beratung des Für und Wider hatte die Aufſichts⸗ behörde beſchloſſen, den Unterricht in New York bis zu den Weihnachts⸗ ferien weiterzuführen und erſt dann in die unterdeſſen tüchtig geheizte Anſtalt überzuſiedeln. Einige Tage vor dem fröhlichen Chriſtfeſt ver⸗ ließen unſere Schüler mit einem herzlichen „Vergelt's euch Gott!“ die Wohnungen ihrer bisherigen Wohltäter, um nach kurzem Aufenthalt im elterlichen Hauſe ſich zu neuer Arbeit am 4. Januar 1910 in der Concordia zu Bronxville einzufinden. Aber nicht nur am äußeren Aufbau, ſondern auch am inneren Aus⸗ bau iſt fleißig gearbeitet worden. Wir möchten dieſe Anſtalt auch ſolchen zugänglich machen, die ſich eine höhere Bildung aneignen wollen, ohne ſich von vornherein das heilige Predigtamt als Ziel ihres Studiums zu ſetzen. Es kann der Kirche Gottes, ſowie auch dem Staat nur zum Segen gereichen, wenn es recht viele in der heilſamen Wahrheit ge⸗ gründete und mit weltlichen Kenntniſſen recht tüchtig ausgerüſtete Laien gibt. Wir wären gewiß übel beraten und verhängnisvoll kurzſichtig, wenn wir nicht das anſtrebten, daß aus unſern höheren Lehranſtalten auch Männer hervorgehen, die einſt als Staatsmänner, Richter, Ärzte, Advokaten und Geſchäftsleute dem allgemeinen Wohle ihres Volkes die⸗ nen können, Männer, deren Gewiſſen in Gottes Wort gebunden iſt, und die ſich in ihren Stellungen von dem Willen unſers ewigen Richters leiten laſſen. Wollen wir aber nach dieſer Richtung hin einen ernſt⸗ lichen Anfang machen, ſo ſind wir genötigt, in den Unterklaſſen die engliſche Sprache in einzelnen Fächern als Unterrichtsmedium zu gebrauchen. Schon jetzt müſſen unſere Profeſſoren, beſonders in den Unterklaſſen, das meiſte engliſch erklären. Unſere Jugend iſt eben ſchon mehr engliſch, als wir es oft zugeſtehen wollen, und darum ſollten wir auch in dieſer unſerer höheren Lehranſtalt nicht länger zögern, ſon⸗ dern zum Wohle der amerikaniſch⸗lutheriſchen Kirche der Zukunft der engliſchen Sprache das Recht jetzt ſchon einräumen, das wir ihr ſpäter — wenn wir durch Schaden klug geworden ſind — doch geben müſſen. Wünſchenswert wäre es, daß die Delegatenſynode dem Wunſche des Atlantiſchen Diſtrikts beipflichte, der auf ſeiner letzten Verſammlung beſchloß: „Es iſt die Meinung des Atlantiſchen Diſtrikts, daß die Auf⸗ ſichtsbehörde des Gymnaſiums in Bronxville, was den Gebrauch der engliſchen Sprache als Mediums des Unterrichts anbetrifft, ermächtigt ſein ſollte, ſich den Bedürfniſſen der gegenwärtigen Zeit anzubequemen.“ Um unſern Schülern auf dem Gebiete der Chemie und Phyſik mög⸗ lichſt viel und recht Tüchtiges zu bieten, hat die Aufſichtsbehörde in die⸗ ſem Schuljahr die Dienſte des Herrn A. Pouleur gewonnen, der nach Abſolvierung ſeiner Studien auf der Harvard University eine Zeit⸗ lang in Buffalo unterrichtet hatte. Gehalt und Miete für dieſe ſiebente und ohne Zweifel recht tüchtige Lehrkraft zahlt vorläufig unſere Lutheran Education Society.