# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S64 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 64 Verhandlungen der 28. Allgemeinen oder verkauft werden. Die Erben verſprachen, dem Wunſche des Vaters nach⸗ zukommen, und ſo haben denn einige Freunde der Anſtalt — was gewiß mit Dank anerkannt zu werden verdient — das Haus zum Preiſe von $3000.00 gekauft, um es der Synode zu erhalten. Die Allgemeine Aufſichtsbehörde riet der hieſigen Behörde, Mittel und Wege zu finden, das Wohnhaus der Synode, wo möglich, zu ſichern. So bittet denn die Aufſichtsbehörde die Ehrw. Synode, das Haus käuflich zu erwerben. Die Summe beträgt $3000.00. Hieran anſchließend, bittet die Be⸗ hörde die Ehrw. Synode, den Allgemeinen Kaſſierer zu ermächtigen, dieſe Kaufſumme ſogleich einzuſenden, da die Freunde der Anſtalt das Kaufgeld nur bis zum 1. Mai geborgt haben. Die Behörde bittet ferner die Ehrw. Synode, die nötige Summe zur Beſchaffung von Raum zur Verpflegung von Kranken zu bewilligen. Schon im Jahre 1908 hatte die Behörde dafür ein Bittgeſuch eingereicht. Da die Stadt Concordia kein Hoſpital hat, müſſen wir, wenn Krankheits⸗ fälle eintreten, ſelbſt den nötigen Raum zur Verpflegung ſchaffen. Wir haben ein altes Holzgebäude mit zwei Zimmern, das wir als Hoſpital benutzen. Wie wenig aber dieſes den Anforderungen genügt, wenn ein⸗ mal mehrere zur ſelben Zeit erkranken, hat ſich herausgeſtellt, als wir, wie oben erwähnt, im Herbſt vorigen Jahres vom Scharlach heimge⸗ ſucht wurden. Der Raum war ungenügend. Wir konnten nicht ein⸗ mal eine Krankenwärterin anſtellen, da für ſie kein Raum vorhanden war. Wir mußten die Krankenpflege in die Hände eines Schülers legen, der ſich zu dieſem Dienſte bereitwilligſt anbot und in aufopfernder Weiſe auch der Kranken ſich annahm. Für die Errichtung eines Hoſpitals würde eine Summe von $2500.00 genügen. Wir bitten ferner die Ehrw. Synode, uns die Mittel für eine Gaſolin⸗ oder Ölmaſchine zu gewähren, die in den warmen Monaten, wenn unſere Dampfheizung ſtill liegt, das Waſſerpumpen beſorgt und die Maſchine für das elektriſche Licht treibt. Es würde dadurch, daß wir den Dampfkeſſel und die Dampfmaſchine nahezu fünf Monate im Schuljahr ruhen laſſen könnten, eine Erſparnis an Feuerungsmaterial erzielt, durch welche die Koſten einer Gaſolin⸗ oder Ölmaſchine in ver⸗ hältnismäßig kurzer Zeit wieder gedeckt würden. Die dazu nötige Summe würde $850.00 betragen. Wir bitten endlich die Ehrw. Synode, eine Ausgabe von $400.00 gutzuheißen, die wir nach der Synodalordnung (vgl. Synodalhandbuch, S. 72) machten, um den Profeſſoren E. Pardieck und H. Lobeck eine pro⸗ viſoriſche Hilfe zu gewähren. Prof. Pardieck hatte ſeiner Familie wegen beſonders größere Ausgaben, und Prof. Lobeck verurſachten die lang⸗ andauernde Krankheit ſeiner Frau und die damit verbundene Operation und Hoſpitalkoſten beſondere Unkoſten. Hieran anſchließend, möchten wir der Ehrw. Synode empfehlen, die hieſigen Profeſſoren, was Gehalt anbelangt, auf gleiche Stufe zu ſtellen mit den Lehrern an den gleichen Anſtalten unſerer Synode. Ferner ſchließen wir uns der Eingabe der Aufſichtsbehörde unſerer Anſtalt zu Milwaukee an, indem wir die Ehrw.