# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S63 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 13. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1911. 63 St. Pauls⸗Gymnaſium zu Concordia, Mo. Der Bericht der werten Aufſichtsbehörde lautete, wie folgt: Mit Lob und Dank gegen Gott können wir auf das verfloſſene Triennium zurückblicken. Mit Liebe und Treue haben die Lehrer an unſerer Anſtalt ihres Amtes gewartet, und unſere Schüler haben ſich im großen und ganzen mit Fleiß ihren Studien gewidmet und ſich auch eines chriſtlichen Wandels befleißigt. Der Geſundheitszuſtand war im allgemeinen ein guter. Zwar ſuchte Gott unſere Anſtalt ſchwer heim, indem er Ende November 1910 das Scharlachfieber unter den Schülern ausbrechen ließ, ſo daß die Behörde gezwungen wurde, bis nach den Weihnachtsferien die Schülerſchaft zu entlaſſen, da ihr der ſo nötige Raum zur Iſolierung der Kranken fehlte. Aber Gott hielt ſeine ſchützende Hand über die Schüler, daß keiner durch die Krankheit dahingerafft wurde. Die von der letzten Synode bewilligte Summe von $2500.00 für einen zweiten Dampfkeſſel mit der dafür nötigen Veränderung am Keſſelhaus hat die Behörde nicht verwendet, da ſie von einem Experten ſich Vorſchläge machen ließ, wodurch manchem bisher beſtandenen übel an unſerer Heizanlage mit weit geringeren Koſten abgeholfen wurde. Doch iſt unſere Heizanlage für beſonders kalte Tage nicht hinreichend. Und ſo bitten wir die Ehrw. Allgemeine Synode, uns die Mittel zu er⸗ lauben, unſere Heizanlage ſo verbeſſern zu können, daß ſie auch an recht kalten Tagen nicht verſage. Hierzu würde eine Summe von $448.00 wohl genügen. Ferner beſtehen ſchon ſeit Jahren einige übelſtände. Die Anlage des Abortes im Gebäude unter den Wohnzimmern erweiſt ſich je länger, je mehr als unzweckmäßig, und alle Verſuche, dem übelſtande abzu⸗ helfen, haben wenig gefruchtet. Desgleichen iſt es um die Badeein⸗ richtung in unſerer Anſtalt gar ſchlecht beſtellt. Die blechernen Bade⸗ wannen, deren wir uns bisher bedienten und noch bedienen, wollen trotz aller Flickerei daran nicht mehr halten, und um warmes Waſſer zum Baden zu haben, muß auf einem Ofen das Waſſer erſt erwärmt werden. So bitten wir die Ehrw. Synode, die Mittel zu erlauben, damit die Aborte und die Baderäume aus dem Baſement des Wohngebäudes in das dazu geeignete Baſement des Lehrgebäudes verlegt und beide Ge⸗ bäude durch einen 20 Fuß langen verdeckten Gang verbunden werden können. Eine Summe von $600.00 würde dafür ausreichen. Weiter fehlt uns eine Profeſſorenwohnung. Der ſelige Vater F. Ehlers in Concordia half der Behörde in der Not aus, indem er vor zwei Jahren das Haus, in dem Prof. W. Schaller wohnt, kaufte, um uns ſo Wohnplatz zu ſichern für den Lehrer der Anſtalt, da das Haus ſonſt in andere Hände übergegangen wäre. Sein Plan war, der Synode das Wohnhaus zu demſelben Preiſe anzubieten, den er dafür bezahlt hat. Vater Ehlers iſt jedoch mittlerzeit entſchlafen, und da mußte das Haus, da er keine ſchriftliche Aufzeichnung hinterlaſſen hatte,