# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S61 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 13. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1911. 61 göttlichen Regel und Richtſchnur erfolgt. Kommen aber in Einzelfällen recht böſe Unarten und Verſündigungen vor, die ernſte Beſtrafung und auch Ausweiſung nötig machen, ſo wird das nicht befremden, wenn man bedenkt, daß der alt' böſe Feind in einer ſo großen Schar von jungen Leuten Gelegenheit hat, beſonders geſchäftig zu ſein. Hierbei ſei uns geſtattet, auf eins ſonderlich hinzuweiſen, nämlich daß es höchſt ge⸗ fährlich iſt und manch böſe Folgen zeitigt, wenn Schüler über allzu reichliches Taſchengeld verfügen oder gar die volle Verwaltung ihrer Kaſſe in Händen haben. In bezug auf unſere werten Profeſſoren können wir nur das oft gegebene Zeugnis wiederholen, daß ſie mit aller Treue ihrem mühe⸗ und verantwortungsvollen Amt vorſtehen und gewiſſenhaft das Ziel verfolgen, tüchtige Arbeiter für den Dienſt der Kirche heranzubilden. — Im Januar 1910 wurde Prof. E. Lußky, der drei Jahre als Hilfs⸗ lehrer gedient hatte, zur Vollprofeſſur berufen. Im Februar desſelben Jahres ſahen wir uns mit ſchwerem Herzen genötigt, Prof. E. L. Arndt den Unterricht aus den Händen zu nehmen. Dieſes Vorgehen liegt in einer beſonderen Eingabe der Ehrw. Synode zur Begutachtung vor. Kandidat W. Baumhöfener übernahm im April einen Teil des vakanten Unterrichts und iſt noch jetzt als Hilfslehrer tätig. Aus der Aufſichtsbehörde ſchieden durch Reſignation P. L. Achen⸗ bach und Dr. F. Odendahl, deren Stellen dann durch P. R. F. Zimmer⸗ mann und Herrn J. Meier beſetzt wurden. Auch darüber ſei noch Mitteilung erſtattet, woher es kam, daß die laufenden Ausgaben im vergangenen Triennium um einiges höher waren als in früheren Jahren. Verurſacht wurde dieſe Mehrausgabe durch folgende nötigen Einrichtungen: Gasleitung und Zementwege, Heiz⸗ anlage in einer Profeſſorenwohnung, Umbau der Krankenzimmer und neue Badeeinrichtung darin, Anſtreichen aller Wohnzimmer der Schüler. Sodann gewährten wir ſeit Januar 1909 fünf Gliedern des Lehrer⸗ kollegiums eine jährliche Extragabe von $100.00, da ſich bei den herr⸗ ſchenden hohen Preiſen für Lebensbedürfniſſe deren Gehalt als völlig unzureichend erwies. Wir hoffen, daß die Ehrw. Synode dieſes Vor⸗ gehen gutheißen wird, und verbinden damit das dringende Geſuch um Revidierung der Gehälter der Profeſſoren an unſern Anſtalten. Schließlich möchten wir die Ehrw. Synode um nachfolgende Be⸗ willigungen bitten: 1. Vergrößerung der Heizanlage. Obwohl die jetzige trotz ſieb⸗ zehnjährigen Gebrauchs noch in ziemlich gutem Zuſtand iſt, ſo genügt ſie doch nicht. Es ſteht nur ein Dampfkeſſel zur Verfügung. Sollte dieſer einmal im Winter ſchadhaft werden — einige Schäden wurden glücklicherweiſe im Sommer entdeckt —, ſo wäre unſere Anſtalt in einer höchſt mißlichen Lage. Die zum Umbau und zur Vergrößerung er⸗ forderliche Summe dürfte ſich nach dem Rat von Sachverſtändigen auf $4000.00 bis $4500.00 belaufen.