# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S57 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 13. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1911. 57 wir aber ohne beſonderen Synodalbeſchluß berechtigt. Als wir dann im Sommer 1908 mit der Arbeit an dieſer Leitung begannen, ſtellte es ſich heraus, daß die ganze Leitung aufgenommen und durch Tunnel⸗ verbindung ergänzt werden müſſe. Das aber ſollte $1662.05 koſten. Die Leitung bis zu dieſer Verſammlung ungebraucht im Boden liegen zu laſſen, wäre beinahe einem völligen Verluſt derſelben gleichgekommen und hätte alle Profeſſoren gezwungen, ſich neue Heizöfen anzuſchaffen. Die Allgemeine Aufſichtsbehörde, mit der wir dieſe Sache eingehend be⸗ ſprochen haben, ſah die Notwendigkeit der ſofortigen Ausführung dieſer Arbeit ein. Nachdem wir uns erboten hatten, die hierfür erforderlichen Gelder zinsfrei bis zu dieſer Synode zu verſchaffen, ermunterte ſie uns, den Tunnelbau und die Umlegung der Leitungsröhren vornehmen zu laſſen. Wir möchten hiermit bitten, dieſes Vornehmen gutzuheißen. Wir ſind ſchon vor die letzte Synode mit der Bitte gekommen, uns einen neuen Eßſaal zu bewilligen. Wir begründeten das Geſuch um dieſen Bau folgendermaßen: „Wenn unſer alter Eßſaal noch länger dienen ſoll, muß er gründlich repariert werden. Sonſt muß ein neuer errichtet werden. Der jetzige Eßſaal wurde im Jahre 1865 als ‚vor⸗ läufiger Schlafraum‘ erbaut. Nun iſt er, was Dach, Fußboden, Fenſter und Türen betrifft, in einer ſolchen Verfaſſung, daß etwa $1200.00 ausgegeben werden müßten, um ihn wieder einigermaßen zu reparieren. Es wäre dann noch kein Keller unter dem Gebäude. Der Fußboden bliebe mithin ſo kalt wie je. Und trotz aller Verbeſſerungen wäre der Eßſaal noch immer der alte Kaſten, der als ganz hölzernes Gebäude eine nicht geringe Feuersgefahr für unſere ſämtlichen Gebäulichkeiten bietet. Nach unſerer Meinung hieße es, ein altes, ſehr altes Kleid mit einem Lappen von neuem Tuch flicken, wollte man die obenerwähnten Reparaturen an dieſem Eßſaal vornehmen. Nach eingehender Beratung kamen wir zu der überzeugung, es wäre für die Synode vorteilhafter, einen neuen Eßſaal zu errichten.“ Von einem Synodalkomitee wurde dann der alte Eßſaal beſehen. Dieſes Komitee berichtete an die Synode, es ſei nicht zweckmäßig, an dem alten Gebäude noch eine gründliche Reparatur vornehmen zu laſſen; man ſollte vielmehr bald einen neuen Eßſaal errichten. Wegen der vielen andern Bewilligungen konnte ſich die Synode aber nicht dazu entſchließen, einen Neubau zu gewähren, ſondern riet, ſich mit dem alten Eßſaal noch drei Jahre zu behelfen, und beſchloß, „den Eßſaal nur da auszubeſſern, wo es durchaus not⸗ wendig iſt“. Jetzt geht es aber nicht mehr, dieſe Sache noch länger hinauszuſchieben. Bei kaltem Wetter kann der Eßſaal nicht genügend geheizt werden, weil er ſo baufällig iſt. Für dieſen Bau hätten wir etwa $12,000.00 bis $14,000.00 nötig. Bei der wachſenden Schülerzahl, die wir in den letzten Jahren hatten, mangelte es uns an Raum im Wohngebäude. In verſchiedenen Zimmern ſind zu viele Schüler geweſen. Da kam uns der Gedanke, ob dem übelſtande nicht dadurch abgeholfen werden könnte, daß man die alte Aula, die im Wohngebäude liegt, für Wohn⸗ und Schlafräume