# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S56 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 56 Verhandlungen der 28. Allgemeinen oder Concordia⸗Gymnaſium zu Fort Wayne, Ind. Der Bericht der werten Aufſichtsbehörde lautet, wie folgt: „Der HErr hat Großes an uns getan; des ſind wir fröhlich!“ ſo müſſen wir wiederum beim Rückblick auf die letzten drei Jahre unſers Anſtaltslebens ausrufen. Die Profeſſoren haben in dieſem Zeitraum mit den ihnen ver⸗ liehenen Gaben in einem Sinn und Geiſt treu gearbeitet, um die ihnen anvertrauten Schüler in den verſchiedenen Zweigen, in denen auf unſerer Concordia unterrichtet wird, ſo weit als möglich zu fördern, vor allem aber ſie bei dem Einigen zu erhalten, daß ſie den Namen Gottes fürchten. Auch haben ſie es ſich angelegen ſein laſſen, fleißig Schüler für unſere Anſtalt zu werben. Die Schülerzahl war in dieſen drei Jahren groß. Sie betrug 1908—1909 221, 1909—1910: 227, 1910—1911: 234. Im ganzen genommen, waren Betragen und Fleiß der Schüler gut. Die große Mehrzahl beugte ſich unter Gottes Wort und war den Lehrern gehorſam. Einige mußten freilich ihres Verhaltens wegen von der An⸗ ſtalt entfernt werden. Der Geſundheitszuſtand unter den Schülern war ausgezeichnet. Jedoch wurden zwei Schüler durch einen, wie wir zuverſichtlich hoffen dürfen, ſeligen Tod aus dieſem Leben abgerufen. Auch in den letzten drei Jahren hatten wir die ſogenannte mili⸗ täriſche Einrichtung auf unſerer Anſtalt. Nur dieſe Veränderung iſt vorgekommen, daß wir an Stelle des Offiziers J. W. Leonard einen früheren Concordianer und Glied unſerer lutheriſchen Kirche, den Offi⸗ zier Karl Reeſe, bekommen haben. Auch in dieſem Triennium hat ſich dieſe Einrichtung ausgezeichnet bewährt. Auf Grund der Beſchlüſſe der letzten Allgemeinen Synode haben wir für ſolche Schüler, die nicht genügend für die Sexta vorbereitet waren, eine Septima eingerichtet. In dieſer Abteilung haben nach⸗ einander die Studenten J. Friedrich, G. Lußky und W. Lichtſinn und P. C. Purzner gedient. Der Letztgenannte hat jetzt noch die Stelle inne. Dieſe Einrichtung hat ſich beſonders für ſolche, die keine Ge⸗ meindeſchule beſucht haben, als ſehr ſegensreich erwieſen. Die Beſchlüſſe der letzten Synode, die Eingänge unſers Wohnge⸗ bäudes betreffend, ſind ſo weit ausgeführt worden, wie es die Allge⸗ meine Aufſichtsbehörde nach den ihr zu Gebote ſtehenden Mitteln er⸗ lauben konnte. Vor einigen Jahren haben wir die Dampfheizung auch in die verſchiedenen Profeſſorenwohnungen gelegt. Nach vielem Hin⸗ und Herfragen haben wir als Umhüllung für die Dampfröhren ſogenannte “split tiles” gebraucht, die uns allſeitig als billig und doch zweckent⸗ ſprechend und dauerhaft angeprieſen wurden. Schon vor der letzten Synode wußten wir, daß gewiſſe Ausbeſſerungen in dieſer Leitung vor⸗ genommen werden mußten. Auf Befragen wurde uns geſagt, dieſe Arbeit würde etwa $300.00 koſten. Zu einer ſolchen Auslage waren