# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S54 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 54 Verhandlungen der 28. Allgemeinen oder meningitis, die in und um Seward epidemiſch auftrat, die Anſtalt auf Anordnung der ſtädtiſchen Geſundheitsbehörde geſchloſſen und die Schüler in die Heimat entlaſſen werden mußten, nachdem bereits zwei von der Krankheit befallen worden waren, die Gott nach kurzem Krankſein durch einen, wie wir zuverſichtlich hoffen dürfen, ſeligen Tod aus dieſer Welt abrief. Es waren dies die beiden Schüler Andreas Meyer und Viktor Leimer. Nach dreiwöchiger Quarantäne konnten die Schüler in die An⸗ ſtalt zurückkehren. Unſern lieben Profeſſoren, die in Wahrheit mit Arbeit überbürdet ſind, können wir das Zeugnis geben, daß ſie mit aller Freudigkeit, Treue und Selbſtverleugnung ihres Amtes gewartet haben, und wir haben ge⸗ wiß hohe Urſache, Gott zu danken, daß er ſie bei guter Geſundheit er⸗ halten hat. In der Anſtalt befinden ſich gegenwärtig 121 Schüler. Im ver⸗ floſſenen Triennium ſind 52 Abiturienten ins Schulamt entlaſſen wor⸗ den. — Was das ſittliche Betragen der Schüler betrifft, ſo traten, wie⸗ wohl keine groben Ausſchreitungen, doch mancherlei Unarten des alten Adam zutage. Zur Ehre Gottes können wir jedoch auch bezeugen, daß unter den Schülern ein ſolcher Geiſt herrſcht, der ſich unter die Zucht des Wortes Gottes beugt. Die übungsſchule, die von 79 Kindern beſucht wird und unter der Leitung der Profeſſoren H. Fehner und J. Link ſteht, erweiſt ſich immer mehr als eine ſegensreiche Einrichtung für unſere Seminariſten; zu⸗ gleich erfüllt ſie auch alle Forderungen, die man an eine wohlgeordnete Gemeindeſchule ſtellen kann. So viel als Rückblick. Nun noch einige Bitten, die wir, die Be⸗ dürfniſſe unſerer Anſtalt betreffend, einer Ehrw. Synode vorzutragen hätten. 1. Die Ehrw. Synode wolle doch in dieſer Verſammlung unſere ſchon vor drei Jahren ausgeſprochene Bitte erfüllen, nämlich den Gehalt unſerer Profeſſoren den derzeitigen Verhältniſſen entſprechend erhöhen. Ihre Aufſichtsbehörde ſah ſich leider im vergangenen Jahre genötigt, den Allgemeinen Kaſſierer um eine proviſoriſche Aushilfe anzugehen. 2. Die Ehrw. Synode wolle die Summe von $1650.00 zur Ein⸗ richtung einer Dampfheizung in dem alten Wohngebäude bewilligen. Was uns zu dieſer Bitte treibt, iſt die ſtete Feuersgefahr, der Schüler und Eigentum durch die Öfenheizung ausgeſetzt ſind. Die eben an⸗ gegebene Summe wird nach dem Zeugnis Sachverſtändiger alle Un⸗ koſten decken. 3. Unſere dritte Bitte betrifft die Errichtung eines eigenen Muſik⸗ gebäudes. Daß wir es wagen, mit dieſem Geſuch vor die Ehrw. Synode zu treten, hat einen zweifachen Grund: einmal die große Notwendig⸗ keit eines ſolchen Gebäudes, die wohl niemand in Abrede ſtellen wird, wenn er hört, a. daß die Muſikinſtrumente in einem dumpfen, feuchten Baſement ſtehen; was das für ein Piano bedeutet, weiß jeder, der ein