# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1911_S24 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 24 Verhandlungen der 28. Allgemeinen oder Weiſe auch auf das nördliche und ſüdliche Texas, ſowie auf den Oſten gerichtet worden. Wir können uns der Wahrnehmung nicht verſchließen, daß an vielen Orten im Oſten unſers Landes mehr Miſſionsarbeit zu tun iſt, als wir bisher meinten. Ein großer Teil der Einwanderer bleibt zunächſt in den Fabrikſtädten des Oſtens. Der letzte Zenſus der Vereinigten Staaten ſtellt die Tatſache feſt, daß in den Jahren 1900 bis 1910 das Bevölkerungszentrum nicht weiter weſtlich gerückt iſt. Es iſt dies ein Umſtand, den wir auch bei unſerer kirchlichen Arbeit in ſorgfältige Erwägung ziehen ſollten. Das hauptſächlichſte Hindernis für unſere Arbeit auf dem Gebiet der Inneren Miſſion war wiederum der Mangel an Arbeitern. Mehr als je zuvor wurde um frühere Examination von Predigtamtskandidaten nachgeſucht. Unſere Lehranſtalten. Wie weit die Beſchlüſſe der letzten Delegatenſynode inbezug auf Bauten und Reparaturen ausgeführt worden ſind, darüber wird die von der letzten Delegatenſynode eingeſetzte Allgemeine Aufſichtsbehörde berichten. Auch die Berichte der lokalen Aufſichtsbehörden, die ſämtlich gedruckt vorliegen, enthalten alle Einzelheiten. Was die Beſchickung unſerer Lehranſtalten mit Schülern betrifft, ſo kann mit Dank gegen Gott berichtet werden, daß die Zahl der Schüler nicht abgenommen, ſondern noch zugenommen hat. Sie iſt von 1565 auf 1796 geſtiegen, die Schüler der vier Diſtriktsanſtalten mitgerechnet. Dieſe an ſich bedeutende Geſamtſumme darf uns aber nicht veranlaſſen, die Werbung von Schülern weniger eifrig zu betreiben. Daß wir noch nicht genügend mit Lehrkräften für unſer weites Arbeitsgebiet ausgerüſtet ſind, geht aus der Tatſache hervor, daß im letzten Triennium mehr Aushilfe durch Studenten unſerer Lehranſtalten als je zuvor begehrt wurde. Die Aushilfe durch Studenten hat einen ſolchen Umfang angenommen, daß dadurch der Unterricht in den Lehranſtalten nicht unbedeutend geſtört wird. Das iſt ein N o t ſ t a n d, der nur durch die Notlage einigermaßen gerechtfertigt erſcheint. Außerdem mußten um der großen Not willen, wie ſchon oben erwähnt wurde, in mehreren Fällen Kandidaten früher examiniert und entlaſſen werden. Unſer Wahlſpruch muß daher nach wie vor der ſein: M e h r S c h ü l e r f ü r u n ſ e r e L e h r a n ſ t a l t e n! Anhaltende Belehrung und Ermunterung aus Gottes Wort wird uns die gewünſchte größere Schülerzahl zuführen. Wie die Gaben an Geld, ſo iſt auch die Zuſendung von Schülern eine Frucht des Wortes. Denken wir an unſern herrlichen Beruf in dieſem Lande! Unſer Land iſt ja verhältnismäßig ſehr religiös. Aber wir leben im Lande der Werkreligion. Die Werkreligion beherrſcht nicht nur die Papſtſekte, ſondern hat auch die proteſtantiſchen Sekten zum größten Teil durchdrungen. Dem gegenüber hat die treulutheriſche Kirche die Aufgabe, das Evangelium von Chriſto, dem Gekreuzigten, hoch auf den Leuchter zu ſtellen.