# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1905_S171 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 11. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1905. 171 Ausſtellung. Sämmtliche Unterrichtsfächer der Schulen ſind gleich⸗ mäßig in den Schülerarbeiten vertreten: engliſche Spracharbeit; Ge⸗ ſchichte der Vereinigten Staaten; Geographie; Arithmetik; Religion; deutſche Spracharbeiten; Phyſiologie; Zoologie; Botanik; Welt⸗ geſchichte; Schönſchreiben in beiden Sprachen und Zeichnen. Daß dieſe Gemeindeſchulen, obwohl ſie zu den Unterrichtsfächern der öffent⸗ lichen Schule noch Religion und Deutſch hinzufügen, doch nicht weniger gebildete Bürger des Landes erziehen, davon kann ſich jeder, der will, aus den ausgeſtellten Arbeiten überzeugen; ich fürchte ſogar, daß die Leiſtungen der öffentlichen Schulen mit denen der deutſchen Gemeindeſchulen nicht immer den Vergleich aushalten. Mit Recht iſt, wie ich vernehme, die Ausſtellung der Synode von den Preisrichtern mit einer Auszeichnung bedacht worden.‘ „Ziemlich genaue Einſicht in unſere Schulausſtellung hat der Ausſchuß des Preisrichtercollegiums, beſtehend aus den Fachleuten Prof. T. Trawick von Miſſiſſippi, Prof. James A. Robins von Ten⸗ neſſee und Fräulein Smith vom Bureau of Education in Waſhing⸗ ton, genommen, und auf den Bericht dieſes Ausſchuſſes hin hat dann das ganze Collegium unſern Schulen in Anerkennung ihrer Leiſtun⸗ gen die goldene Medaille zugeſprochen. „Was dieſe Auszeichnung uns beſonders werthvoll erſcheinen läßt, iſt einmal der Umſtand, daß ſie uns von einem wirklich unpar⸗ teiiſchen Collegium, beſtehend aus Lehrern und Erziehern verſchie⸗ dener Länder, zugeſprochen wurde, und zum andern, daß dies ganz ohne unſer Zuthun geſchah. „Wir könnten den angeführten Zeugniſſen noch manche hinzu⸗ fügen, doch würde dies zu weit führen. Aus Obigem geht zur Ge⸗ nüge hervor, daß unſere Schulausſtellung den Beweis für die Tüch⸗ tigkeit unſerer Schulen geliefert hat, und getroſt können wir bei etwaigen Angriffen unſerer Gegner auf dieſen Erfolg hinweiſen. „Aber noch einen dritten Zweck hatten wir mit unſerer Schul⸗ ausſtellung im Auge, nämlich den, unſere lutheriſchen Chriſten und Gemeinden zu ermuntern und zu ermuthigen, ihre Gemeindeſchule, dieſes koſtbare Kleinod der lutheriſchen Kirche, auch fernerhin zu hegen und zu pflegen und in dieſem herrlichen Werke nicht müde zu werden. Es ſoll uns mit Lob und Dank erfüllen, daß wir Schulen haben, in welchen unſere Kinder für ihr irdiſches Fortkommen gut vorbereitet werden; wir ſollen auch allen Fleiß anwenden, daß unſere Schulen in dieſer Hinſicht immer mehr vervollkommt und das Schulweſen unter uns immer mehr ausgebreitet werde. Vor allem aber können wir Gott gar nicht genug danken, daß wir Schulen beſitzen, in welchen