# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1905_S164 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 164 Verhandlungen der 26. Allgemeinen oder Anmerkung: Auch an dieſen zweiten Theil des von allen Gliedern unterzeichneten Committeeberichts ſchloſſen ſich, nachdem der⸗ ſelbe verleſen worden war, längere Ausſprachen innerhalb der Sy⸗ node an. Von einem Gliede der Synode wurde noch folgender, obige Ausſage der Committee ergänzender und von der Synode angenom⸗ mener Paſſus zu Protokoll gegeben: „Da Herr P. A. v. Schlich⸗ ten sen. unſere Synode und ſonderlich die Synode des Mittleren Diſtricts öffentlich beſchimpft, verhöhnt und verleumdet und dabei ein Blatt benutzt hat, welches mit Schmähungen gegen die Miſſouri⸗ Synode angefüllt iſt, ſo erſcheint es als unerläßlich, daß Herr P. A. v. Schlichten sen. dies Aergerniß abthut, ehe ſich unſere Synode mit ihm in Verhandlungen einläßt.“ Beſchloſſen, daß auch dieſer zweite Theil des Berichts der Committee von der Synode angenommen werde. 2. „Herr H. Stüver aus Indianapolis wendet ſich an die Synode mit einer Beſchwerde über Herrn P. Seuel und deſſen Gemeinde. Es hat aber in dieſer Angelegenheit auch der Präſes des Mittleren Diſtricts noch nicht gehandelt. So iſt alſo dieſe Sache an den Diſtrict, resp. deſſen Präſes zu verweiſen.“ 3. „Herr M. Orlowski aus Leavenworth, Kanſ., appellirt an die Delegatenſynode gegen eine Entſcheidung des Kanſas⸗Diſtricts. Die Protokolle weiſen aus, daß der Appellant eine mehrmals beigelegte Sache immer wieder hervorholte und durch ungerechtfertigte Be⸗ ſchuldigungen gegen Paſtor und Gemeinde dieſe Jahre lang be⸗ unruhigte. Die Gemeinde hat mit großer Geduld mit dem Manne gehandelt, ihn aber endlich als Friedensſtörer aus der Gemeinde ausgeſchloſſen. Dieſen Ausſchluß hat der Kanſas⸗Diſtrict für recht erklärt, und das Urtheil erſcheint vollkommen gerechtfertigt.“ 4. „Ein Paſtor hatte grobes Aergerniß gegeben und war dadurch genöthigt, ſein Amt niederzulegen. Nach mehreren Jahren wurde er ohne Zuthun von Synodalbeamten in einen andern Diſtrict be⸗ rufen und dort mit Zuſtimmung des Präſes, an den kein Proteſt gelangt war, eingeführt. Jetzt bedient er eine Gemeinde in einem dritten Diſtrict. Gegen das Verbleiben dieſes Mannes im Amt liegt ein Proteſt vor der Synode. „Das Aergerniß, das in dieſem Falle gegeben war, iſt aller⸗ dings von der Art, daß es, wenn bekannt, das Verbleiben im