# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1905_S155 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 11. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1905. 155 ſuchte ſich zunächſt der Aufträge zu entledigen, die ihr von der letzten Synode geſtellt waren. „Der erſte Auftrag bezog ſich auf das Geſuch der Gemeinde zu Freiſtatt, Mo., um Ueberlaſſung eines Grundſtücks aus der Raithel⸗ ſchen Stiftung zu einem Gemeindekirchhof. Die Commiſſion ſollte nach Prüfung der Beſtimmung im Teſtament entſcheiden, ob dieſe Bitte der Gemeinde gewährt werden könne. Nach Prüfung des Wort⸗ lauts im Teſtament und vorausgegangener Correſpondenz mit Herrn Advocat Klein in Chicago, dem Verwalter der Raithelſchen Stiftung, entſchied die Commiſſion, daß ein Ankauf oder die Vermiethung eines Stückes Land der Raithelſchen Stiftung nicht vor ſich gehen könne, weil ſich dies nicht mit dem Willen des Stifters vereinigen laſſe, daher ein ſolcher Verkauf oder eine Vermiethung die Gefahr mit ſich bringe, des Legats ganz verluſtig zu gehen. „Der zweite Auftrag bezog ſich auf das H. Starke⸗Legat, von welchem, dem Willen des Teſtators gemäß, der Commiſſion $1000.00 zur Verwaltung übergeben worden waren. Die Commiſſion hat, ſobald das Starke⸗Legat zur Vertheilung kam, den ihr überwieſenen Theil von $991.60 nach ihrem beſten Ermeſſen nutzbringend angelegt und beſtimmt, daß der Ertrag einem armen Studenten der theologi⸗ ſchen Anſtalt in Springfield, Ill., ausgezahlt werde, was denn auch bereits zweimal geſchehen iſt. „Es waren der Commiſſion durch den Allgemeinen Kaſſirer $500.00 der Dirkſonſchen Stiftung in Bingen, Ind., zur Verwaltung überſandt worden mit der Bemerkung, wir möchten dies Geld nach beſtem Ermeſſen anlegen. Dies iſt ausgeführt worden. Der Ertrag ſoll zum Beſten der Allgemeinen Inneren Miſſion verwandt werden. „Das Legat von Marie Boye in St. Paul, Ill., im Betrag von $800.00, vermacht für die Waiſen und Taubſtummen, war dem All⸗ gemeinen Kaſſirer durch den Ehrw. Allgemeinen Präſes übermittelt worden. Die Synode muß darüber entſcheiden, an welche Kaſſen oder Anſtalten dieſe Gelder auszuzahlen ſind. „Auch über das H. Starke⸗Legat No. 2, beſtehend in einer werth⸗ vollen Liegenſchaft, hat die Synode eine Entſcheidung zu treffen. Es war der Synode eine günſtige Offerte zum Verkauf dieſes Eigen⸗ thums gemacht worden, und der Verwalter des Legats, Herr Koch in Milwaukee, hatte auch zugerathen; doch glaubte Herr D. Pieper, als Allgemeiner Präſes nicht die Befugniß zu haben, ohne Einwilligung der Synode auf den Handel einzugehen. „Von Fort Wayne, Ind., iſt der Commiſſion ein Legat von Lena Pretſch überwieſen worden, beſtehend in einer Barſumme von $815.22 und einer Reihe von Noten, die einen Werth von $1300.00 repräſen⸗