# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1905_S135 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 11. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1905. 135 Jedes Jahr ziehen und kommen Leute. Sehr viele Kranke kommen nach Denver und halten ſich zeitweilig hier auf. Viele ſterben, andere ziehen nach ihrer Geneſung weiter. „Unſere Gemeinde hat vor etwa dreizehn Jahren, während der Panik, die damals das ganze Land betraf, in Folge ihrer Armuth ihr Eigenthum an der Arapahoe⸗Straße verloren. Die Zinſen, ge⸗ ſchweige denn das Capital, konnten nicht bezahlt werden. Schließ⸗ lich, als die Zinſen zu einer Summe von nahezu $1000.00 ange⸗ ſchwollen waren, überließ die Gemeinde das ganze Eigenthum dem Hypothekar und gab ihm dazu, als Schmerzensgeld, $150.00. „Nachdem die Gemeinde ſo ihr Eigenthum eingebüßt hatte, bat ſie die Ehrw. Synode um ein zinsfreies Darlehen und baute im Jahre 1896 ein kleines, beſcheidenes Kirchlein für $2500.00. Von dieſer Summe ſchuldet die Gemeinde der Synode noch $2100.00 und möchte nun, daß die Ehrw. Synode ihr dieſe Schuld erlaſſe. Und zwar ſind es folgende Gründe, die ſie zu dieſem Schritt bewegen: „1. Dieſe Gemeinde hat 25 Jahre lang Kranke der ganzen Synode, die hier Heilung ſuchen, untergebracht und geiſtlich, in ein⸗ zelnen Fällen auch leiblich, verſorgt. Die Kranken ſchließen ſich ſelten der Gemeinde an und thun wenig oder gar nichts zum Unter⸗ halt des heiligen Predigtamts in dieſer Stadt. Die Gemeinde hat daher trotz vieler Gäſte ſich ſelbſt und dieſe zu verſorgen, und es kam ſie dies in den vergangenen Jahren zuweilen hart an. „Wenn nun die Ehrw. Synode in Anerkennung deſſen, was die Denver⸗Gemeinde in dieſer Zeit an ihren Kranken gethan hat und forthin thun wird, ihr dieſe Schuld erließe, ſo wäre das der Gemeinde eine große Wohlthat, die ſie mit Dank gegen Gott annehmen würde. „2. Die Gemeinde hat in den Jahren 1901—1902 (?) ihr ganzes Eigenthum verloren (das heißt, ihr Kircheneigenthum), ledig⸗ lich um ihrer Armuth willen. Sie konnte zeitweilig ſelbſt den Pfarr⸗ gehalt nicht aufbringen. Der ſelige Papa Pritzlaff mußte ihr $300.00 Pfarrgehalt vorſtrecken und hat dieſe Summe ſpäterhin geſchenkt. „Warum die Gemeinde damals nicht um Unterſtützung bat, iſt uns unbegreiflich. Denn wenn je eine Gemeinde hülfsbedürftig war, ſo war es dieſe, ſonderlich in jener Zeit. Nun iſt es Thatſache, daß die Synode in ſolchen Lagen immer bereitwillig geholfen hat. Als St. Louis vor einigen Jahren vom Sturm heimgeſucht wurde, hat die Synode der Gemeinde, deren Kirche zerſtört wurde, geholfen, und als kürzlich in Minneſota Verheerungen durch Stürme vorkamen, hat ſie dasſelbe gethan. „Wenn nun eine Gemeinde ihr Kircheneigenthum verliert, wie dies bei uns ſeiner Zeit der Fall war, und noch $150.00 dazu geben