# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1905_S132 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 132 Verhandlungen der 26. Allgemeinen oder „2. Der Viſitator ſoll bei Gelegenheit der Conferenzen eine all⸗ gemeine freundliche Erinnerung an die Glieder richten, die Haupt⸗ kaſſen ja nicht zu vergeſſen; er ſoll auch bereit ſein, die Liſte vorzulegen. „3. Bei den Viſitationen in den einzelnen Gemeinden ſoll er ſich nach den Beiträgen für die genannten Kaſſen erkundigen und zu denſelben ermuntern. „4. Jeder Viſitator ſoll jährlich an den Diſtrictspräſes eine Liſte einſenden, damit dieſer Gelegenheit hat, zur Ausführung der guten Ordnung, wenn nöthig, zu ermuntern. „5. Zur Zeit der ſogenannten Vertheilung der Candidaten ſoll der Allgemeine Präſes von den Diſtrictspräſides auf Grund der Liſten ſich Auskunft über die Beiträge geben laſſen und darauf ſehen, daß die Ordnung in rechter Weiſe ausgeführt werde.“ (Eingabe der Paſto⸗ ralconferenz von Nord⸗Ohio.) Anmerkung: Die Anordnung der Synode betreffs dieſer fünf Punkte ſiehe S. 138 f. „Dem Illinois⸗Diſtrict lag im Jahre 1904 eine Angelegenheit zur Beſprechung vor, welche die Paſtoralconferenz von Chicago hier⸗ mit auch dieſem Ehrw. Körper zu freundlicher Erwägung unterbreitet. Der Inhalt jener Eingabe und der ſich daran knüpfenden Beſprechung war folgender: „Es ſei Grund zur Freude, daß das Evangelium, das rein und unverfälſcht unter uns gepredigt wird, ſo reiche Frucht getragen habe, die ſich unter anderm auch darin zeige, daß ſo manche Wohlthätigkeits⸗ anſtalten und ⸗Unternehmungen entſtanden ſeien, die bekanntlich als private Sache in unſerm Kreiſe verwaltet würden. Man wolle durch die Eingabe keinen Tadel über irgend eine beſtehende Wohlthätigkeits⸗ anſtalt oder über irgend einen Wohlthätigkeitsverein in unſerer Mitte ausſprechen, im Gegentheil, es wäre erfreulich, wenn noch mehr ge⸗ ſchehen könne. Man erkenne an, daß durch die beſtehenden Wohlthätig⸗ keitszweige auch Miſſion getrieben werde, wolle auch gern zugeben, daß ſie wohl erſt nach langer Berathung gegründet worden ſeien. Solche Arbeit müſſe auch von Privatkreiſen übernommen werden, weil ſich die Synode als ſolche mit dieſerart Unternehmungen nicht befaſſen könne. Es ſei dazu zu keiner Zeit die lutheriſche Kirche mit irdiſchem Reich⸗ thum ſo ausgeſtattet geweſen wie zu unſerer Zeit die Kirche unſers Landes. Endlich lehre die Erfahrung: je mehr man für das Reich Gottes gebe, deſto williger werde man zum Geben und deſto mehr könne man geben. Von Herzen betone man den Grundſatz: Lieber, verdirb kein gutes Werk in der Synode, denn es iſt ein Segen darin! Auch wende niemand etwas dagegen ein, wenn einzelne Perſonen oder