# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1905_S113 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 11. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1905. 113 „Sollte es ſich jedoch zeigen, daß eine Ehrw. Synode St. John’s College entweder gar nicht übernehmen kann, oder doch nicht als Vollgymnaſium fortführen, ſo wird auf Wunſch der Aufſichtsbehörde und der engliſchen Synode (durch die zuſtändige Committee) hiermit die Frage und Bitte ausgeſprochen, ob nicht die jährliche Unter⸗ ſtützung von $3000.00 auch in Zukunft gegeben werden könne, um den Beſtand der Anſtalt zu ermöglichen.“ (Eingabe der Engliſchen Miſſouri⸗Synode.) „Auf Beſchluß unſerer Synode bitte ich Sie, Ehrw. Herr Präſes, an Ihre Ehrw. Synode die Frage gelangen zu laſſen, ob nicht Mittel und Wege gefunden werden könnten, die Hinderniſſe, welche es uns im Jahre 1887 unmöglich machten, ein Diſtrict der deutſchen Miſſouri⸗ Synode zu werden, aus dem Wege zu räumen.“ (Eingabe des Präſes der Engliſchen Miſſouri⸗Synode, Herrn Prof. A. W. Meyer.) 1. Beſchloſſen, daß die Commiſſion für engliſche Miſſion aufgelöſt werde. 2. Beſchloſſen, daß alle engliſche Miſſionsarbeit inmitten unſerer Synode den einzelnen betreffenden Diſtrictscommiſſionen für Innere Miſſion unterſtellt werde. 3. Beſchloſſen, daß die Kaſſe für Allgemeine Engliſche Miſſion vom 1. Juli dieſes Jahres an aufgehoben werde mit der Beſtimmung, daß alle ſpäter für dieſe Kaſſe noch eingehenden Gelder in die Kaſſe der Allgemeinen Inneren Miſſion fließen. 4. Beſchloſſen, daß § 7, Capitel II der Conſtitution unſerer Synode, lautend: „Alleiniger Gebrauch der deutſchen Sprache in den Synodalverſammlungen. Nur Gäſte können in andern Sprachen zur Synode reden, wenn ſelbige der deutſchen Sprache nicht mächtig ſind“ (ſiehe „Syn.⸗Handb.“, 4. Aufl., S. 2), unverändert blei⸗ ben ſoll. 5. Beſchloſſen, daß die Synode von jetzt an auch engliſch⸗ redende Gemeinden, Paſtoren und Lehrer aufnehme, resp. in ihrem Verband behalte. 6. Beſchloſſen, daß in Zukunft der Regel nach von uns nicht engliſche Gemeinden auf dem Gebiet deutſcher Gemeinden ge⸗ gründet werden, ſondern daß die deutſchen Gemeinden das in ihrer Mitte, resp. auf ihrem Gebiete ſich zeigende Bedürfniß kirchlicher Verſorgung in engliſcher Sprache ſelbſt übernehmen, wie dies ſchon an Hunderten von Orten innerhalb unſerer Synode der Fall iſt. Anmerkung: Es iſt die Zahl derjenigen Paſtoren in unſerer Synode, welche neben der Predigt in deutſcher Sprache auch engliſch predigen müſſen, bereits auf 375 bis 400 geſtiegen! [Signatur am Fuß der Seite: „8“]